00:03
Guten Tag. Schön, dass ihr eingeschaltet habt. Wir sind guter Dinge hier heute. Es gibt nämlich eine Kleinigkeit zu feiern.
00:09
Ja, unsere Barbara hat nämlich einen Preis gewonnen. Und ehrlicherweise... Hör jetzt auf zu lachen.
00:15
Hör auf zu lachen, es ist wirklich nicht besonders nett.
00:17
Nein, ich will dir ja offiziell wirklich gratulieren, aber es ist natürlich lustig, dass du in der Kategorie Newcomer gewonnen hast. Willst du dir mal erzählen, was du für einen Preis bekommen hast?
00:25
Ja, als neue YouTuberin mit meinem Kanal. Ich bin ja mit zwei Kanälen online, mit dem Barbaradio-Kanal und mit meinem Kanal. Ich habe für meinen Kanal tatsächlich den Nachwuchspreis bekommen.
00:35
Sehr, sehr schön. Also, für diejenigen, die weder den Barbaradio-Kanal noch den Barbara-Schöneberger-YouTube-Kanal abonniert haben... Kontaktabbruch, sage ich da einfach mal. Oder ihr abonniert. Genau, das könntet ihr jetzt noch ganz schnell machen. Dann würden wir euch verzeihen. Bei unserem Kanal könnt ihr natürlich auch immer Videos, Videopodcasts gucken. Also es lohnt sich, da mal vorbeizuschauen. So viel zu dem Thema. Also herzlichen Glückwunsch nochmal. Als Newcomerin.
01:01
Also heute würde es sich lohnen, ein Video auch laufen zu haben, denn Steven Gäthien ist ja heute bei uns zu Gast und wir haben doch wieder in der Redaktion alle festgestellt, dass wir den alle süß finden. Süß und nett und niedlich ist natürlich, klingt auch ein bisschen schlimm.
01:15
Klingt gemein, aber wir haben uns so überlegt, ja, der ist so. Der ist ganz toll. Heiratsmaterial, wie wir mal sagen.
01:23
Also ich kenne den Steven echt schon lange. Wir haben ja ungefähr so zur gleichen Zeit angefangen. Wobei, für mein Gefühl, als ich gerade anfing, war der schon Star bei ProSieben. Ich glaube, er sieht es selber anders. Aber wir haben so ganz viele Sendungen auch früher gemacht, die man so machen musste. Vor Boyard und weißt du, so Sachen bei ProSieben. Also in so einer Burg. In so einer Burg, wo man dann so in den Atlantik springen musste. Das ist tierisch gefährlich. Da musste man so sportlich sein. Das war gar nichts für mich. Aber irgendwie sind wir uns seitdem immer wieder begegnet. Und immer, wenn wir uns sehen, ist es wirklich geprägt von Herzlichkeit und Spaß und Humor.
01:58
Und wirklich so, dass ich mir immer denke, ich will den sofort nach Hause einladen. Und das bin ich mir sicher, werdet ihr genauso empfinden, wenn ihr das gleich gehört habt. Wir besprechen mit ihm natürlich viele lustige Sachen. Und mit dem kannst du auch über alles reden. Also es ist auch so ein Typ, das ist, glaube ich, wirklich auch ein guter Freund. Der hört zu und ist sehr zuvorkommend und stellt auch mir immer Fragen. Ich erzähle auch ein paar Sachen jetzt in dem Gespräch, weil er einfach so nett war, immer zu fragen. Und wer mich fragt, kriegt natürlich auch eine Antwort. Eine lange. Dann hören wir doch mal rein.
02:29
Viel Spaß bei den Waffen einer Frau.
02:33
Mit den Waffeln einer Frau. Ein Podcast von Barbara Radio.
02:40
Ladies and Gentlemen! Also bei mir sitzen ja regelmäßig berühmte Männer. Brad Pitt, Matt Damon und Tom Cruise waren allerdings noch nicht dabei. Das liegt wahrscheinlich daran, dass sie mit meinem heutigen Gast entweder im Hubschrauber rumfliegen oder ein Bier trinken oder Lampen reparieren. Ralf Möller, bitte halte dir jetzt die Ohren zu, wo auch immer du bist. Heute kommt nämlich zu uns unser echter Mann aus Hollywood. Hier ist Stephen Gittgen!
03:04
Oh wow, thank you, thank you so much.
03:08
Das war jetzt mal eine gute Anmoderation, oder?
03:10
Also ich danke dir, schuldige Ralf Möller.
03:13
Ja, ich weiß, aber ach, der ist in Recklinghausen und schreibt das nächste vegane Kochbuch, der hat gar keine Zeit uns zuzuhören.
03:19
Macht der vegane Kochbücher?
03:20
Ja klar, klar.
03:21
Achso, das wusste ich nicht.
03:22
Ja, was meinst du, wie der so viele Muskeln aufgebaut hat?
03:26
Das stimmt, der hat ja fast so ein Body wie ich.
03:28
Ja, über deinen Körper werden wir gleich noch sprechen, Steven. Ich hatte mir noch zwei, drei andere Sachen notiert.
03:34
Achso, okay, gut. Dann rede er, bevor wir wieder über meinen Körper sprechen.
03:38
Ja, aber so ist es auch eigentlich immer, wenn wir zusammenkommen. Du bist als erstes, sagst du, soll ich euch meinen Körper zeigen? Ich könnte mein T-Shirt kurz ausziehen. So ein bisschen wie Matthew McConaughey. Der ist doch auch immer so. Der will dann nicht auch immer seinen Oberkörper zeigen.
03:50
Aber weißt du, was mir letztens passiert ist? Wir haben ja immer so ein Redaktionsmeeting vor der Show und da haben sie mir gesagt, heute machst du die Show mit Barbara, bin ich extra in das Speedo gekommen und dann warst du gar nicht da.
04:00
Was? Ja, weil die wollten, die wussten schon, dass du darauf reagierst. Die wollten nicht mal in das Speedo, sind in das Speedo.
04:05
Dann bin ich in den Lastenaufzug eingestiegen, weil ich sonst in den zweiten Stock komme. So, Schluss jetzt.
04:11
So, Schluss jetzt. Das ist aber lustig, weil am Ende ist es so, dass du, glaube ich, immer mit Tom Cruise und Brad Pitt in einer Anmoderation genannt wirst, oder? Ich glaube, den Moderatoren, es ist auch eine Kritik an mich selber, es könnte einem so viel mehr einfallen, aber das ist immer das Erste, was alle nehmen, oder?
04:28
Ja, aber ich glaube, es gibt sehr viel Schlimmeres, in einer Anmoderation mit Brad Pitt und Tom Cruise genannt zu werden. Aber ja, da muss ich auch ganz ehrlich sagen, du hättest ein bisschen kreativer sein können.
04:40
Ja, aber ich habe mir die Kreativität fürs Gespräch aufgehoben und nicht für die Anmoderation.
04:43
Ja, das finde ich viel besser. Deswegen, das ist ja wie eine Vorspeise, die beeindruckt und dann kommst du mit dem Hauptgang um die Ecke, der dich aus den Schuhen nockt, bei dem du sagst, ich bleibe für immer hier bei dir.
04:53
Ganz genau. Wer war der letzte große Star, den du getroffen hast?
04:57
Oh, das ist eine gute Frage.
04:58
Außer jetzt hier heute.
05:00
Oh, mit wem habe ich das? Achso, Tom Holland und Zendaya.
05:03
Nein! Weißt du, dass ich heute Nacht von Zendaya geträumt habe? Die war Teil unserer Gruppe. Wir sind verreist und Zendaya und Tom Holland waren mit dabei und keiner hat es gecheckt. Das ist lustig jetzt, wo du es gerade sagst.
05:15
Wir haben nicht gecheckt, dass die beiden das sind. Nur du hast es gewusst.
05:17
Ganz zum Schluss habe ich selber erst gemerkt, dass die mit dabei waren die ganze Zeit bei unserer Reise. Aber das würde jetzt zu weit führen.
05:23
Aber was für eine Reise habt ihr denn gemacht und waren sie verkleidet?
05:26
Nee, die waren eigentlich, sahen die aus, wie die aussahen. Aber ich habe es jetzt schon wieder vergessen. Kennst du das?
05:34
Wie heißt du nochmal?
05:35
Was hast du mit denen gemacht und wo hast du die getroffen?
05:38
Ich habe die in Berlin getroffen und da habe ich eine Fan-Premiere moderiert zum neuen Spider-Man-Film. Und da waren die.
05:47
Gibt es eigentlich noch irgendjemand anderen in Deutschland, der angefragt wird, außer dir, um solche Sachen zu machen?
05:52
Ja.
05:52
Ich bin mir ganz sicher und ich freue mich, dass ich vieles davon machen darf. Also mir macht es ja auch immer noch große Freude. Das ist ja eine Veranstaltung und vor allen Dingen, was ich toll finde, ist die ganzen Fans. Also das muss man ja immer sagen. Tom Holland und Zendaya treffen ist natürlich mega, aber einige von den Fans, die da sind, kommen aus der Schweiz, aus Österreich, haben eine Wahnsinnsanreise, setzen sich dann morgens schon um sieben Uhr an den Teppich, um ihre Stars dann in Empfang zu nehmen. Ich mag das gerne, wie engagiert die sind mit etwas von der Leidenschaft, die etwas zelebrieren, was ich auch gut finde, Film.
06:27
Auf wen hättest du gewartet morgen schon um sechs?
06:30
Früher war das Nena, jetzt bist das du.
06:33
Ach Steven, jetzt hör doch auf. Also Nena hat dir den Atem geraubt?
06:39
Ja, mit 99 Luftballons.
06:41
Also das war 83 oder so, gell?
06:45
Ja, genau. Also da fand ich die ganz, ganz toll. Großartig, auf die hätte ich gewartet. Und dann natürlich lange Zeit, ich oute mich ja gerne musikalisch immer als jemand, der so Semi-Rocker gut findet. Bon Jovi habe ich immer gefeiert, eine ganze Zeit lang. Und ansonsten, ich habe das große Glück, in meinem Job schon sehr viele Menschen getroffen zu haben. Insofern weiß ich gar nicht, auf wen ich warten würde. Auf wen würdest du warten?
07:09
Also bei mir war es, das habe ich auch schon tausendmal erzählt, Atrio in der Unendlichen Geschichte. Hast du den getroffen?
07:14
Nee, leider nicht. Die kindliche Kaiserin hätte ich gern getroffen.
07:16
Ja! Tammy Strohner hieß die. Und ihr Vater war der Produzent. Aber für die ist es nicht gut gelaufen dann auch. Die haben alle keine gute Karriere gemacht. Und Atreo, der lebt heute auch irgendwo drogenabhängig in einer Wagenburg irgendwo bei Los Angeles.
07:31
Wirklich? Ja! Oh Gott. Das ist schade. Also ich glaube aber, dass jeder so Idole hat in der Kindheit. Aber witzig, dass du Atreo sagst, die kindliche Kaiserin wollte ich unbedingt immer treffen. Ja.
07:42
Damals, weißt du noch, das war so eine Zeit und jetzt klingt es wirklich lustig, da musste man fünf Jahre warten, bis ein Kinofilm als VHS-Kassette zu kaufen war. Das war dann für mich so, dass ich mir dachte, ich war halt zehn, als der Film rauskam oder so, da dachte ich mir, ich spare mich für den Atreo auf, bis ich 15 bin und halte mich sozusagen sauber, bis der dann als VHS-Kassette erscheint und ich dann unsere Liebe wieder aufnehmen kann. Weil ich war mir ja sicher, wenn ich ihn anschaue, sieht er mich auch irgendwie, weißt du?
08:10
Ja, das habe ich auch gedacht mit der kindlichen Kaiserin. Obwohl, die hatte ja gar nicht lange Spielzeit in dem Film. Die tauchte nur zwei, dreimal, glaube ich, auf. Das hat man romantisiert. Aber stimmt, das mit der VHS-Kassette ist absurd. Ich weiß noch, dass mein Vater früher auf Betamax gesetzt hat. Es gab ja drei Sachen. VHS, Betamax und Video 2000. Und dann sind wir in die einzige Videothek gegangen in Hamburg.
08:33
Die Betamax.
08:34
Ja genau, von Woche zu Woche wurde die Betamax-Abteilung immer kleiner. Mein Vater hat gesagt, warte mal ab, die macht noch ihren großen Durchbruch. Qualität ist viel besser. Und irgendwann gab es dann nur noch eine einzige Betamax-Kassette und nur noch VHS und wir waren so ein bisschen out.
08:48
Meine Eltern haben das Thema Videokassette komplett übersprungen und sind dann erst ganz spät, als es eigentlich schon kurz vor Streaming war, sind sie dann ins Thema DVD eingestiegen und so. Diese riesigen Rekorder, die man überall hatte und so. Ich meine, ja klar, früher war das fester Bestandteil. Ich weiß noch, mit meinem Freund, also Anfang der 2000er, ging man in die Videothek in der Toastraße und hat sich einen Film ausgeliehen.
09:09
Ja, und das war toll. Gab es denn auch auf dem Schulhof bei euch, es gab, erinnerst du noch, es gab eine Kassette, ich habe die nie gesehen, VHS-Kassette, die hieß Gesichter des Todes.
09:18
Ah ja, das ist doch so, das stand auf der totalen roten Liste.
09:21
Index. Index. Oh, aber ich habe sie nie gesehen. Ich habe sie nie gesehen, aber es gab angeblich eine Kopie, die auf unserem Schuh... Dann gibst du doch heute einfach mal ein Game bei Kuri.
09:29
Du kriegst wahrscheinlich 36.000 Ergebnisse mit allem. Ich glaube, es gibt nichts mehr, was man sich nicht anschauen kann.
09:35
Nee, das stimmt. Aber ich finde, das ist so, vielleicht ein bisschen romantisierend, aber ich fand das mit der...
09:41
VHS-Kassette immer total cool, weil du hattest ja keine Wahl. Wenn du sie geliehen hast, dann musstest du diesen Film ja auch zu Ende gucken. Jetzt mit dem Streaming sagst du, ach der Film ist doof nach fünf Minuten und dann schaltest du schon wieder um.
09:52
Ja, wobei, wenn ich den ausgeliehen habe oder wenn ich dafür 3 oder 4,99 Euro bezahlt habe, dann zwinge ich eigentlich schon alle dazu, den zu Ende zu gucken.
10:04
Und du schläfst dann ein und alle anderen müssen sie zu Ende gucken.
10:07
Ich schmerzt es immer so, ich bin ganz sparsam an ganz falschen Stellen, weißt du? Bei kleinsten Beträgen bin ich sparsam, weil ich mir denke, das müsst ihr jetzt zu würdigen wissen, dass wir hier für 4,99 Euro einen Film, ich habe den ja extra auch noch in der guten Qualität dann ausgeliehen. Aber so, wenn es um größere Beträge geht, kommt es mir unheimlich locker, geht es mir von der Hand zurück.
10:26
Echt? Aber da müsste ich dir eine Frage stellen. Beim Streaming ist es ja so, du kannst ja Filme kaufen oder leihen. Leihen kostet dann bei neuen Filmen so 12,99. Kaufen 15,99.
10:38
Würde ich immer das günstigere machen.
10:40
Auch wenn du den dann innerhalb von 24 Stunden sehen musst oder 48 Stunden.
10:43
Ja.
10:44
Also da bist du ein Sparfuchs.
10:45
Ich würde den nie anfangen und dann am nächsten Tag zu Ende gucken. Ich bin sowieso, Steven, ich muss es dir ganz ehrlich sagen, ich glaube, ich habe noch nie einen Film zu Ende geguckt, weil ich immer einschlafe.
10:56
Das macht ja nichts.
10:57
Ja, aber ich wäre wirklich für dich ein schrecklicher Gesprächspartner zum Thema Film und alles. Ich kann im Prinzip, sobald Ruhe einkehrt in meinem Leben und ich ruhig auf einem Sofa sitze und dann vielleicht das Licht noch so ein bisschen gedimmt ist, kann ich mich nicht mehr halten.
11:13
Aber soll ich dir ein Geheimnis verraten?
11:14
Ja.
11:15
Ich kann noch über andere Themen sprechen als Film und Serie. Das ist total spannend. Das ist Wahnsinn. Das traut man mir gar nicht zu.
11:23
Dann könnte in unserer Beziehung, weißt du, die Filme würden einen ganz kleinen Teil irgendwie ausmachen.
11:28
Ja, genau. Und wir würden trotzdem beide einschlafen beim Gespräch.
11:32
Wenn Ruhe einkehrt.
11:33
Wenn Ruhe einkehrt. Aber ist das bei dir nicht so, oder hast du so ein Setup zu Hause, wo man sagt, das ist schon professionell, weil der Steven, der macht das hauptberuflich sozusagen. Da hast du dann so einen Kinoraum, hast du einen Beamer, hast einen ganz riesigen Fernseher an der Wand, der alles überstrahlt.
11:49
Nein, also ich habe einen Beamer. Das finde ich total cool. Das macht auch Spaß. Aber ich habe jetzt keine Soundanlage, wo du sagst, das ist ja ein Kino, das der Gädchen hier hat. Ich habe noch nicht mein eigenes Zimmer, da wo ich wohne.
12:01
Aber wenn du eins hättest. Ja, ich hatte immer den Traum davon, ein eigenes Zimmer zu haben, wo ich meinen ganzen Schamott sozusagen reintun kann. Ich habe so ganz viel Filmmemorabilia, so Poster und so Geschenke von irgendwelchen Premieren. Und ich dachte, ich könnte die alle so schön drapieren in einem Zimmer.
12:21
Auf so einem Regal, das wäre so toll.
12:23
Ja, das fände ich echt toll.
12:25
Aber das Problem ist natürlich, ja okay, also das gibt es, also sogar, also ich meine der Giovanni Zarella, der hat sich im Keller ein richtiges kleines Refugium eingerichtet, hat er mir erzählt und da sitzt er dann und arbeitet, wobei ich wüsste jetzt ehrlich gesagt gar nicht genau, woran ich arbeiten würde, weißt du.
12:43
Ich würde vielleicht eine Platte aufnehmen, obwohl ich nicht singen kann. Aber du kannst ja singen. Wieso machst du das nicht? Ich habe ja noch nicht mal Talente, die ich in irgendeiner Art und Weise weiter nach vorne bringen könnte.
12:53
Aber was glaubst du, ist das Talent, warum du es so lange schon so erfolgreich beim Fernsehen geschafft hast? Du musst ja was können. Auch wenn es nichts Hervorstechendes ist, was uns allen gleich auffallen würde. Wo man jetzt so sagt, ja, aber er ist immer noch da, der Steven. Was glaubst du, ist dein Hidden Talent?
13:11
Glück und Empathie.
13:13
Ja, und alle lieben dich. Ich weiß, das weiß ich. Ich arbeite ja auch mit dir zusammen. Ich habe noch niemals Redaktionen so nett über jemanden reden hören wie über dich. Die drehen die Augen aber nicht so wie bei den anderen, wo sie die Augen rollen, sondern bei denen klappen die so nach oben weg, weil die so, weißt du?
13:28
Aber deswegen habe ich auch kein eigenes Zimmer, weil ich die alle bestechen muss mit dem ganzen Geld. Ich habe kein Geld für ein eigenes Zimmer. Das fließt alles in die Redaktion. Nein, also ich glaube, das, was dich und mich eint in unserem Job, ist, dass wir immer noch extrem viel Spaß haben. Also ich mag ja meinen Job total gerne und du auch. Und das merkt man. Und deswegen macht es mir so eine Freude, mit dir auch zusammenzuarbeiten. Und ich glaube, das, was man... von außen nicht sehen kann, ist, dass meine Karriere ja keine lineare Linie ist oder keine ansteigende Kurve, sondern da sind so viele Bumps drin und so viele Zeiten auch, in denen es überhaupt nicht funktioniert hat.
14:11
Und das vergisst man immer. Ich finde, das hat Ryan Reynolds, und mit dem will ich mich gar nicht vergleichen, hat mal in einem Interview, das ich mit ihm geführt habe, gesagt, ich werde jetzt nur auf meine Erfolge angesprochen, auf den Gin, den ich verkauft habe, auf den Fußballverein, den ich in die Premier League geboxt habe. Aber von diesen zwei, drei Beispielen, die du gerade nennst, oder den Erfolg, den ich mit meinem neuesten Film hatte, Es gibt ja tausend Sachen, die ich versucht habe, die total gescheitert sind, kläglich gescheitert, wo ich richtig auf die Schnauze geheilt habe. Und so ist ja auch bei mir. Aber ich habe das gefunden, was mir Spaß macht.
14:43
Ich habe das gefunden, was die Abwechslung in meinem Leben zusätzlich noch bringt, die ich ja auch privat habe. Aber ich mag meinen Job einfach gerne und vielleicht ist das dann auch am Ende das Glück, das ich dann für mich gepachtet habe.
14:56
Aber trotzdem, wir beide, das eint uns mit Sicherheit auch, kommen doch ab und zu mal jetzt nicht mehr so. Aber in den ersten 20 Jahren bin ich wirklich regelmäßig an den Punkt gekommen, wo ich mir dachte, ich kann gar nichts. Das ist alles ein Riesenmissverständnis. Und wenn ich dann auch so wie jetzt, war ich sehr lange in den Ferien und wenn ich dann wieder zurückkomme, dann denke ich mir, wofür kennen mich eigentlich die Leute noch? Und ist das gerechtfertigt, dass die mich mögen und gut finden? Ich habe dann wirklich, das sind keine schlimmen Zweifel und so, aber ich denke mir dann, Also mich wundert es irgendwie, dass das hier so gut läuft, weil so richtig was machen tue ich ja gar nicht.
15:27
Ja, ich glaube aber, die Problematik ist vielleicht auch an unserem Medium, dass wenn du jetzt, sag ich mal, die Musik anguckst und dann schaust du dir Mariah Carey an und sagst, okay, die kann 25 unterschiedliche...
15:40
Tonhöhen singen, das ist ein Talent. Oder im Sport guckst du dir Lionel Messi an und sagst, wow, was der am Ball kann, ist beeindruckend. Vielleicht gibt es im Fernsehen und in der Moderation gar nicht unbedingt Talente in der Art und Weise, wie du sie kennst. ausmachen kannst. Man kann es nicht sehen. Und ich muss dazu echt nochmal was sagen. Ich bin ja ein großer Bewunderer deiner Kunst und deiner Karriere und auch das, was du machst. Und ich finde das Großartige, um das vielleicht mal zurückzugeben, ist an dir, dass du Nummer eins, du umarmst alle.
16:14
Du hast einen unfassbar großen Spaß daran, Leute zu unterhalten. Und das ist eine ganz große Kunst. Und vor allen Dingen, Wie man so schön sagt, du scheißt dich nichts. Du sagst das, was dir in den Sinn kommt, du machst dich über dich lustig und über andere aber immer mit denen. Und ich finde, das ist ein ganz toller Charakterzug, weil sich über andere lustig zu machen, ist so viel einfacher, als sich mit anderen gemeint zu machen und gemeinsam zu lachen. Und ich finde, und auch bei dir ist es ja so, ich meine, wir kennen uns jetzt schon wirklich sehr, sehr lange. Du weißt ja auch, wie es zwischendurch war.
16:45
Bei mir war nach Tuff kam eine ganze Zeit gar nichts.
16:49
Und hast du dir Sorgen gemacht? Ja, blondes Gift. Ich meine, wir wurden auch hochgehypt zu einem Zeitpunkt, als man eigentlich noch gar nichts konnte und teilweise auch in Sachen reingeschmissen, die man überhaupt nicht beherrschen konnte. Ja. Und dann war man total überfordert und man hat ja anders als in einem Büro, gehst du nicht jeden Tag dahin und arbeitest acht Stunden, sondern hast einmal in der Woche oder einmal im Monat nur so einen Arbeitstag, sag ich mal. Und dann wie soll man es lernen so schnell?
17:11
Genau und ich glaube, das, was wir beide auch kennengelernt haben und das finde ich auch immer so spannend, wenn man das vielleicht auch an Hollywood festmacht. Ich sehe da so viele junge Talente, die total gehypt werden, weil ein Film durch die Decke geht. Und ich denke dann in der Sekunde immer schon so, pass bloß auf. Und dann suchen die sich Leute um sie rum, die den ganzen Tag hypen und dann floppt eine Sache oder die machen irgendwas mit 18 oder 19, was wir alle mal gemacht haben. Quatsch, das landet aber direkt in der Presse und dann werden sie dafür gesteinigt. Und dann fallen die so dermaßen hart auf den Boden wieder runter, Das ist natürlich auch schwer.
17:46
Dieser Hype ist ja immer nur eine situative Geschichte. Ich habe Glück, aber ich glaube, Spaß, Enthusiasmus und Leidenschaft sind Attribute, die einem immer helfen.
17:58
Aber gibt es so Momente, dass man dich kennt und dass man deinen Namen kennt und so, dass du das mal auslebst? Gibt es Momente, wo du das auch mal einsetzt?
18:06
Oder dass ich sage, wissen Sie nicht, wer ich bin?
18:10
Nee, das habe ich leider, das ist mir auch, wenn ich allein daran denke, ist mir das schon peinlich. Das würde ich niemals machen. Also ich habe noch nie meinen Namen langsam gesagt, um irgendwas mir zu erschleichen. Mir ist das auch ehrlich gesagt peinlich. Ich meine, das ist natürlich schon eine Bauchpinselei, wenn dich jemand erkennt und irgendwie sagt, sind sie nicht? Oh, ich finde sie so nett. Sie sind so lustig. Sie sind so, keine Ahnung. Aber ich habe das noch nicht eingesetzt.
18:35
Also ich mache das schon manchmal, wenn ich jemandem schreibe und ich möchte, dass es schnell geht. Oder wenn sich drei Wochen keiner gemeldet hat, um die Rollläden zu reparieren oder so. Dann unterschreibe ich nicht mit meinem verheirateten Namen sozusagen, sondern schreibe ich unten freundliche Grüße, Barbara Schöneberger, Schrägstrich und dann meinen Namen, unter denen ich mich angemelde. Und dann, damit die gleich sehen, dass ich das bin und dann rufen die auch sofort zurück. Das mache ich schon. Ich feiere nie meine Erfolge, weißt du? Und man hat ja Erfolge und du ja auch. Ich meine, du hast schon so krasse Sachen gemacht, aber dass man mal wirklich so sich die Zeit nimmt, mal so zurückzugucken und zu sagen, toll, das war ihr Leben, was ich schon alles gemacht habe und so, das macht man eigentlich nicht, gell?
19:12
Du gehst auch nach deiner Arbeit, zack, bumm, Häkchen dahinter, gehst nach Hause und weiter geht's.
19:16
Ja, aber ich glaube, das Spannende ist ja, dass ich einen Freundeskreis habe, für den ich total dankbar bin, denen das relativ egal ist. Also die finden das lustig, was ich mache. Und dann sagen sie, und? Brad Pitt getroffen? Kann man mit dem einen saufen? Ach so, ja, super. Okay, komm, machen wir weiter. Und dann passiert irgendwas anderes. Also Nummer eins interessiert es dir nicht, was ein großer Vorteil ist. Und wenn ich denen was erzähle, kennst du das? Das ist so wie, wenn mein Steuerberater mir erzählt...
19:43
was ich wie, woran machen soll. Und er nach anderthalb Minuten zu mir sagt, so Steven, du hörst mir gar nicht mehr zu. Und ich so, ich verstehe dich nicht. Das ist so, als wenn ich meinen Freunden und Freundinnen von meinem Job erzähle. So nach anderthalb Minuten sind die so, ja, gut.
19:56
Ja, und es ist überhaupt nicht so, dass irgendjemand davon beeindruckt ist. Und auch zu Hause, oder? Ich kann erzählen, was ich will. Ich habe mit allen möglichen Leuten schon versucht, mich auch ein bisschen an meine Kinder mal ranzurobben oder so. They couldn't care less. Wirklich?
20:11
Und so ist es bei dir auch, oder? Ja, also es interessiert niemanden irgendwas. Also deswegen ist Erfolgefeiern auch so schwierig. Ich weiß auch gar nicht, was ich da feiern soll. Also Nummer eins und Nummer zwei. Aber das finde ich ganz spannend, dieses Reflexionsthema. Das hat meine Großmutter immer zu mir gesagt. Weil du bist ja glaube ich auch so rastlos, was deine Karriere angeht, wie ich.
20:34
Weil wir auch so ein bisschen erzogen wurden, immer so nach dem nächsten Erfolg zu streben und zu gucken, was könnte erfolgreich sein. Und meine Großmutter hat zu mir immer gesagt, ey, du musst irgendwann zwischendurch auch mal eine Pause machen und einfach mal zurückgucken und ein bisschen genießen, was du geschafft hast. Und wenn es nur für dich ist, also wenn du jetzt mal auf deine Karriere zurückguckst und ich auf meine Karriere, dann gibt es da wirklich Sachen, über die ich mich im Nachhinein immer noch freue, weil die so absurd sind. Und dann gibt es so Sachen, die mir echt unangenehm sind. Und dann gibt es Sachen, bei denen ich sage, okay, das würde ich heutzutage vielleicht nicht nochmal machen, aber damals habe ich es aus anderen Beweggründen getan.
21:08
Aber es ist nichts, wo ich sage, es mir, also ich meine, ich habe Gülcans Traumhochzeit gemacht.
21:14
Ich wollte es gerade ansprechen zum Thema Unangenehm. Mir hat es gleich im Kopf. Aber ich meine, ja.
21:20
Nein, das ist mir aber gar nicht unangenehm, weil ich kann so viele lustige Geschichten von dieser... Von dieser Hochzeit erzählen, weil man muss natürlich auch sagen, Gülcan tut mir auch wirklich leid, dass die in so ein Fegefeuer da geraten ist, das Ganze live zu übertragen. Ich meine, wer überträgt nicht mittlerweile alles schon seine eigene Scheidung und sowas?
21:38
Aber die waren damals wirklich die Ersten, die, sage ich jetzt mal, so öffentlich geheiratet haben und da warst du natürlich an erster Front mit dabei.
21:45
Ja, und ich weiß immer nur, wie die mir immer erzählt haben, du musst, also das kann ich jetzt ja sagen, das ist ja verjährt, du musst so tun, als wenn der Vater von Sebastian Krams wirklich kommt. Und dann habe ich immer so durchsagen, sag doch einfach mal, er ist auf dem Rollfeld und steigt in seinen Hubschrauber ein.
22:06
Und ich dann irgendwann gesagt habe, das kann ich nicht sagen, ey, das ist ja totaler Stuck oder Lungen. Aber ich weiß zumindest noch, dass ich am Anfang stand und die ganzen Leute kamen auf diese Veranstaltung und dann kam Mola Adibisi an und dann ist er so, braut oder bräutigam? Und dann meinte er so, ich bin eingeladen worden vom Sender.
22:24
Wo du dann auch so stehst und dachtest, gut, also ich beweg mich hier schon auf dünnem Eis, aber das hast du gerade unter mir zerschmettert.
22:33
Aber trotzdem, weißt du was? Ich finde zum Beispiel auch Dolly Parton, die ja wirklich so süß ist. Ich habe so viele Sachen jetzt im Zuge ihres Todes irgendwie so gesehen. Und die hat auch mal gesagt, ich habe keine Fehler gemacht. Das waren die Vans, so several events und so. Und ich würde das auch so sehen. Man hat, finde ich, zu jedem Zeitpunkt seiner Karriere was gemacht, was zu dem Zeitpunkt voll nachvollziehbar war. Und manchmal ging es auch nicht anders. Ich habe mal ein Haus gebaut in Brandenburg, das übrigens wirklich nie wieder aufgetaucht, diese Sendung. Auch für ProSieben.
23:03
Meine Managerin, die eigentlich mir sonst alles verbietet und die alles voll im Griff hat, Die hat da, damals war die, glaube ich, in Ferien, als ich das zugesagt habe. Die Claudi. Ja, ich kann mir nicht vorstellen, wie es sonst dazu kam. Ich habe mit, sage ich mal, relativ problematischen Prominenten ein Haus gebaut in Brandenburg und wir haben alles selber gebaut. Die Betonplatte selber gegossen, den Boden verlegt, die Leitungen, die Fußbodenheizung, alles. Da war jetzt auch nicht klar, dass danach die Karriere nochmal so, dann nochmal zurückfindet auf die Hauptstraße.
23:31
Ich bin auch eine Zeit lang auf Feldwegen unterwegs gewesen und in so eine Sackgasse. Ich stand auch schon an der einen oder anderen Klippe, wo ich gedacht habe, das ist jetzt doof. Aber ich meine, wir arbeiten auch in der Branche, wo zeitweise einem dann Dinge versprochen werden, so nach dem Motto, ey Steven oder Barbara, wenn du das machst, dann können wir danach über dein Herzensprojekt sprechen. Dann machst du diese Show, das habe ich auch gemacht und danach nie wieder einen Anruf gekriegt. Gar nichts, keiner hat irgendwas gesagt. So, hallo, ich habe das jetzt gemacht. Nee, ja, ist gut, keiner da.
24:01
Oder als ich, ich bin ja nach Amerika gegangen für ein Jahr, haben auch alle gesagt, ey, wenn du zurückkommst, melde dich bei uns. Ey, es geht sofort weiter. Ich habe angerufen.
24:12
Ist keiner rangegangen.
24:13
Nicht gleich am gleichen Tag, wo du gelandet bist. Du hast gesagt, komm, eine Nacht schlafe ich jetzt mal und dann rufe ich an und so. Genau.
24:21
wenn man uns mal nicht mehr will, wir werden die Letzten sein, die es erfahren. Weil es ist wirklich jedes Jahr zu sehen bei Kollegen, wie mies das dann läuft. Weißt du, keiner informiert dich direkt und so. Ich habe ja mal damals, als ich Girls Camp moderiert habe zum Beispiel.
24:35
Das erinnere ich auch noch. Das war ja auch Ellen Schero.
24:39
El Jero. Und da ging in diesem Projekt wirklich alles schief. Also da war Sturm, Hagel, Blitzeinschläge, Überschwemmungen, trocken, dürren. Das Konzept war scheiße, das jetzt mal über allem. Es hat nichts funktioniert. Diese Weiber waren unerträglich und es war ja alles auf so Sex aufgebaut. Aber es war dann überhaupt nicht Sex und nichts hat funktioniert. Und dieses Projekt habe ich gemacht und schon bereits nach der zweiten Sendung war klar, das interessiert niemanden. Und nach der dritten fuhr ich dann am nächsten Tag, wurde in Hamburg aufgezeichnet, fuhr ich dann am nächsten Tag irgendwie zum Bahnhof und da holte mich, ich hatte einen eigenen Fahrer.
25:12
Es war alles noch sehr aufwendig, große Produktion. Ich hatte einen Fahrer, der war so engagiert mit mir, dass der sogar mit ins Hotelzimmer ging.
25:22
Unter anderem, um hinter den Vorhängen zu gucken, ob da vielleicht jemand steht, der mich bedrohen will nachts. Und manchmal ist der sogar über Nacht geblieben, um mich zu sichern. Verstehst du, was ich meine? Aber das jetzt nur nebenbei. Der hat dann morgens zu mir im Auto gesagt, ja schade, dass wir uns nicht mehr sehen. Und ich so, wieso? Das war die dritte von 18 Folgen. Ja, ist abgesetzt. Hast du noch nicht gehört? Ich so, nee.
25:46
Und da wusste, der hatte sich schon neue Jobs besorgt und ich war noch total, weißt du, ich dachte noch, die Quote, das erholt sich noch.
25:54
Wir kriegen noch die Kurve. Oder diese Anrufe nach einer Show und dann am nächsten Morgen kommen ja die Quoten raus. Weiß ich das immer noch so. Am nächsten Tag, wenn um halb neun das Telefon geklingelt hat, wusste ich, entweder ist meine Mutter, weil irgendwas doof war oder passiert ist, oder es ist das ZDF. Und dann immer so, ja, hallo Steven. Und dann wusste ich schon, okay. Und dann so... Ey, wir haben es versucht.
26:19
Und es hat auch nichts mit dir zu tun.
26:21
Genau, wir haben es versucht. Aber das nicht nur aufs ZDF bezogen, sondern auf viele andere Sender. Also ich finde, wir haben es gut gemacht. Oder wir haben das Beste draus gemacht. Ich weiß, ich weiß.
26:34
Also da muss man schon wirklich gut ausgestattet sein, mit einem großen Selbstbewusstsein und das nicht so an einen reinlassen. Aber deswegen spielen wir jetzt... Nee, nicht deswegen...
26:46
Wir spielen jetzt ein Spiel. Deswegen hat gar nichts damit zu tun.
26:50
Wir haben ein Spiel für dich zusammengestellt. Also wir ist ein großes Wort. Die Redaktion, ich habe auch keine Ahnung, worum es geht.
26:56
Oh Gott, oh Gott.
26:57
Lieber Steven, liebe Barbara, Steven hat in Amerika mal als Busboy gearbeitet. Also Busboy. Das hat nichts mit Bussen zu tun, sondern mit Tischen. Tische abräumen, Tische sauber machen, Tische wieder neu eindecken. Finden wir gut und genau das machen wir jetzt auch. Nur nicht mit Tellern, sondern mit Lebensbeichten. Ihr spielt heute Rainer Tisch. Och wie schön. Das liebe ich ja jetzt schon.
27:17
Das finde ich auch gut.
27:18
Wir haben eine Liste mit Fragen. Barbara liest vor, Steven macht rein den Tisch. Wir sind gespannt. Achso, du nicht. Nur ich. Aber du kennst mich ja. Ich drängel mich dann auch noch mit ins Spiel.
27:26
Ja, das finde ich gut.
27:27
Hast du schon mal richtig fies Schluss gemacht?
27:29
Ja. Früher, oder? Ja, früher. Vor zwei Wochen. Nee, früher. Also ich war nie ein guter Schlussmacher. Also ich habe das nie klar... formuliert und habe mich dann immer versucht, so rauszulavieren.
27:47
Du wolltest so langweilig sein, dass sie es selber beenden wollte.
27:50
Ja, und dann habe ich irgendwie, also ich, das war doof. Also ich entschuldige mich dafür, dass ich so inkonsequent war und nicht klar. Also habe ich auf jeden Fall und ich mache rein Tisch. Das war doof und kacke.
28:03
Und wenn es damals schon Handys gegeben hätte, du hättest eine SMS geschrieben.
28:06
Noch nicht mal.
28:07
Noch nicht mal. Einfach ge-ghostet.
28:11
Ich hätte ghosten.
28:13
Ja, ghosten ist eigentlich ganz geil.
28:15
Aber hast du mal Beziehungen?
28:17
Ja, klar. Eigentlich fast jede Beziehung geht eigentlich doof auseinander, weil ja eine Trennung nie schön ist.
28:24
Aber du bist bestimmt konsequent. Du sagst das dann auch.
28:28
Ja, wobei ich bin auch immer so lustig, weil ich ja überhaupt gar keinen Plan habe und ich bin ja sehr emotional aus dem Bauch herausgeleitet. Das heißt, ich bin eigentlich manchmal in der Absicht, mich von demjenigen zu trennen, bin ich mit dem abends irgendwie weggegangen und am Ende sind wir im Bett gelandet und sind am nächsten Tag in eine gemeinsame Wohnung gezogen. Super. Weißt du, es war so ein bisschen Ende offen. Aber ich bin dann in die Wohnung eingezogen und wusste schon, wir werden uns ja trotzdem trennen. Also das war für mich auch oft so, das klingt jetzt total blöd, das war auch oft so ein Spiel für mich, weil ich war ja so jung und dann dachte ich mir, es kann ja nichts passieren, zieht man halt zusammen, zieht man wieder auseinander und irgendwie so.
29:03
Aber
29:03
Ja, aber das finde ich eigentlich von der Einstellung gut. Ich habe das aber auch mal, fällt mir jetzt gerade ein, ich habe mir auch in der festen Annahme, ich ziehe es durch, habe ich mich mit der Frau, mit dem Mädchen getroffen und wollte so beim Spazierengehen sagen, dass ich nichts mehr...
29:20
für sie empfinde und habe es aber nicht auf die Reihe gekriegt. Also fast genauso wie bei dir am Ende.
29:28
Gehen wir noch zu dir. Aber weißt du, das ist ja eigentlich auch was Gutes, weil nicht, weil man ein besonders böser Mensch ist, sondern wie jeder Mensch hat man ja auch totale Manschetten, jemandem wehzutun und jemandem was zu sagen, von dem man sicher weiß, dass er es nicht hören will. Also das ist, finde ich, jetzt auch total menschlich.
29:47
Ich wollte wirklich nie jemandem wehtun. Ich habe es aber geschafft. Und das tut mir leid, weil ich das nicht gut gemacht habe.
29:54
Also nächste Frage. Hast du schon mal eine Straftat begangen?
29:58
Ja, habe ich. Aber jetzt keine dramatische.
30:03
Ich weiß noch, dass wir früher ganz viele Straßenschilder geklaut haben. Ach ja, stimmt. Der haben wir immer nachts abgeschraubt. Und ich weiß, dann gab es in Hamburg so einen Wanderweg. Da hatten sie immer so ein großes Schild mit einer Kröte drauf, weil die Kröten immer über die Straße gewandert sind. Und da bin ich mit meinem Freund Hannes nachts hingefahren. Und wir wollten das abschrauben, weil das sozusagen in unserer Sammlung gefehlt hat. Aber das ging nicht abzuschrauben. Und dann haben wir den Zementflock mit dem Schild ausgebuddelt.
30:34
Und das Schild in meinen alten Golf 2 geladen, also wo du den Kofferraum nicht zumachen konntest. Das heißt, das Schild hat hinten rausgestanden. Und damit sind wir nachts nach Hause gefahren. Ganz im Ernst, wie hättest du das jemandem erklären sollen? Aber ich weiß noch, der Kumpel hat bei mir übernachtet und wir haben das Schild in den Garten gelegt, zu den anderen Schildern. Und mein Vater am nächsten Morgen beim Frühstück kam rein und meinte so, Ey, sagen wir mal, Steven, was ist das denn? Was denn? Was wollt ihr mit diesen Schildern machen? Warum habt ihr ein Schild ausgegraben?
31:07
Bringt das bitte wieder zurück und packt das dahin, wo es ist. Das haben wir aber nicht gemacht.
31:12
Aber weißt du, wo die heute sind, die Schilder? Sind die dann irgendwann wahrscheinlich noch bei deinen Eltern im Garten?
31:18
Ja.
31:18
Ich muss sie mal fragen, ob die die noch haben. Hast du mal eine Straftat begangen, eine schlimme?
31:27
Ich habe mal geklaut als Kind, weiß ich noch, weil ich einfach, ich war in den Nachbarsjungen verliebt, der stand so toll in seiner Hose. Ich war immer sehr ansprechbar dafür, wenn Der stand toll in seiner Hose. Ja, wenn Jungs mit so einer gewissen Art von O-Bein in der Jeans so standen und das sah so sportlich aus. Also kauermäßig. Ja, weil ich bin so, ich bin ansprechbar für so eine bestimmte Art von sportlichem Bein. Und dieses Bein, dieses leicht so O-Beinige in der Hose stehen und dann so Turnschuhe und so eine Jeans, die so gut sitzt so. Ich kann das ganz schwer beschreiben.
31:57
Da bin ich bis heute, es gibt ja Männer, die laufen so ein bisschen über einen großen Onkel oder die knicken auch in der Mitte so ein und das kann ich gar nicht gut haben.
32:04
Apropos knackige Jeans. Ich war mal in Texas mit meinem Bruder und einem Kumpel und da gibt es ja, da sind wir auf so eine Geheimparty gegangen und haben da derbe gefeiert und dann kam die Polizei. Und das ist ja so eine Polizei-Raid. Und dann sind wir weggelaufen und dann bin ich, ne egal, möchte ich nicht weitererzählen.
32:23
Also zum Thema, was du Illegales gemacht hast. Also ich habe damals, weil der Typ in der Hose so cool aussah, der hat gesagt, klau jetzt einen Kaugummi. Dann habe ich einen Kaugummi geklaut. Ich habe auch schon mal Nagellack geklaut, noch deutlich später. Und ich parke zum Beispiel total verboten. Ich fahre immer zu schnell. Ich stehe immer in zweiter Reihe. Ich biege in zweiter Reihe ab. Also ich bin kein Verkehrsraudi, weil dafür bin ich zu freundlich und auch zu zügig. Ich fahre so schnell, dass ich niemanden behindere. Und aber auch gleichzeitig niemanden offende.
32:52
Aber du bist doch bestimmt auch jemand, dir ist das unangenehm und dann wirst du rot, obwohl du nichts, also du hast bestimmt das Kaugummi geklaut und bist rot geworden, während du es geklaut hast, weil es sehr peinlich war.
33:01
Ja, ich glaube, da war ich noch zu jung zum Rotwerden irgendwie. Hast du schon mal hinter den Kulissen was mitbekommen, was nicht für deine Ohren bestimmt war?
33:11
Oh ja, aber ganz viel.
33:14
Wirklich?
33:15
Ja, ganz viel. Also das muss man ja auch sagen, da ist unser Business natürlich auch prädestiniert für vorne rum nett und hinten rum richtig scheiße. Aber da kann ich nur zwei Beispiele nennen. Nee, ein Beispiel nenne ich mal. Und zwar habe ich es nicht mitbekommen, sondern meine Managerin, was ganz spannend ist. Auf jeden Fall habe ich eine Show moderiert und da war eine Dame zu Gast und ich habe Hallo gesagt und sie meinte so, ey, das ist so toll und ich bin so ein Fan und das machst du so großartig und super, dass ich hier zu Gast sein darf und sensationell bla.
33:51
Und dann habe ich die Show moderiert und sie saß Backstage und hat also in einem über mich hergezogen. Das ist nicht mehr feierlich gewesen, also wirklich böse. Und meine Managerin saß direkt dahinter und meinte dann irgendwann so, du weißt schon, dass ich zu Steven gehöre. Und sie hat sich dann versucht rauszureden und dann hat sie mir das erzählt. Und dann war die danach auf diesem Get-Together. Und dann habe ich zu meiner Managerin gesagt, ich gehe da jetzt hin.
34:18
Oh Gott.
34:18
Und sie so, nein, mach das nicht. Und dann bin ich hingegangen und habe gesagt, hör zu, mir ist das völlig egal am Ende, aber sei nicht freundlich zu mir und dann zieh so über mich her. Und dann hat sie versucht, das irgendwie so ein bisschen zu negieren und dann hat sie getan, nee, das habe ich nicht. Dann habe ich gesagt, ey, ganz im Ernst, also wem glaubst du, glaube ich, dir oder meiner Managerin, mit der ich echt durch dick und dünn gehe seit 20 Jahren? Und dann ist sie auch gegangen. Aber da habe ich schon viele Sachen mitgekriegt. Knutschereien, Affären, Dinge, alles, alles.
34:45
Weiß nicht. Ich knutsche halt selber immer. Ich krieg das gar nicht mit, was die anderen machen.
34:51
Ja, okay, wenn man selber so beschäftigt ist, ist es natürlich auch schwer.
34:54
Ich kann jetzt eigentlich auch noch gucken, was machen die in der Nebenkabine da irgendwie. Ja, das stimmt.
34:59
Aber unabgeschlossene Türen und du kommst rein und willst nur kurz und denkst so, hup. Nee, das hab ich überhaupt noch nicht erlebt.
35:06
Das hab ich jetzt noch nicht so erlebt. Aber bei mir ist so, dass ich immer denke, alle, weil ich immer alle mag und denke immer, alle mögen mich auch und ich weiß ganz genau, dass es ganz, ganz, also und da habe ich eben eine Managerin, die sehr ehrlich ist und immer, wenn ich dann sage, die sind so nett und die wollen, das war so freundlich und so, dann sagt sie immer, nein, die hassen dich.
35:25
Die sind nur deshalb. Ja, die hassen dich eigentlich. Und das kriege ich dann immer selber gar nicht so mit.
35:32
Aber was macht das dann in der Sekunde mit dir?
35:34
Ja, also ich bin da nicht enttäuscht oder so. Aber ich weiß ja selber, dass man auch mal schnell einen Spruch irgendwie macht. Und ja, jetzt vorne total freundlich und hintenrum lästern, das finde ich jetzt auch doof. Aber ich glaube, ich wäre jetzt nicht... Aber ich finde es auch gut, jemanden anzusprechen. Das würde ich jetzt inzwischen auch machen. Einfach hingehen und so. Ich habe das auch im Kindergarten oder so in der Musikschule mit einer. Die hat mich immer so doof angeredet jedes Mal, wenn ich da hinkam. Du weißt ja, die Stunde beginnt eigentlich um 16 Uhr und so. Und dann hat sie mir, heute sollte man das grüne Heft mitbringen. Und die hat mich immer so verbessert. Da bin ich der mal richtig mit so, aber richtig mit Puls 200 bin ich der nachgefahren.
36:08
Und habe die so gestellt mit dem Fahrrad, bin ich so vor sie gefahren und habe gesagt, so, jetzt. Hat sich meine Stimme auch so überschlagen, aber da dachte ich mir, jetzt sage ich was.
36:15
Das ist derbe, wenn du mir...
36:17
Das kenn ich. Aber kannst du das privat auch? Wenn dir jemand auf den Keks geht, sagst du das privat auch?
36:26
Nicht so gut.
36:27
Ich bin da nicht so gut drin. Weißt du, was das bei mir ein bisschen ist? Das ist auch ein Problem manchmal. Weil ich bin ja ein sehr gesunder und sehr stabiler Mensch und ich kann mit nahezu allem umgehen. Also es gibt ganz wenig Sachen, wo ich sage, da habe ich ein Problem. ich bin sehr teflonbeschichtet, vieles perlt so ein bisschen an mir ab und dann denke ich mir immer, ich kann doch das irgendwie ganz gut wegarbeiten, so während ich weiß, dass viele meiner oder andere Leute, die mich umgeben oder aus meiner Freundin oder Familie oder so, die können nicht so gut mit Kritik umgehen und dann denke ich mir immer, dann lasse ich lieber ein bisschen ab und zu mal auf mir rumhacken und dann gebe ich es aber nicht so zurück oder so oder rede dann manchmal nicht so ehrlich mit denen, weil ich mir denke, die beschäftigt es dann total und ich kann es aber eigentlich total gut wegdrücken, so.
37:10
Aber irgendwann kommt dann schon mal zur Aussprache. Aber ich versuche es eher zu vermeiden.
37:14
Ja, aber ich finde das ganz spannend, weil du vorhin auch nach Selbstzweifeln gefragt hast. Wenn man sich so anguckt, was man erreicht hat und sich dann fragt, wie habe ich das erreicht? Ich finde es manchmal echt schwer. Ich finde es manchmal wirklich schwer. Ich finde es im privaten Bereich... auch manchmal kritisch Dinge anzusprechen, so wie du das gerade gesagt hast. Ich finde das Spannende ist, je älter ich werde, dass ich immer darauf gucke, welche Fehler habe ich noch charakterlich? Also was passiert mir leider Gottes immer wieder? Aber dann merke ich, dass alle anderen ja sich auch gar nicht weiterentwickeln.
37:46
Weißt du, was ich meine? Ja, klar. Also dass ganz viele von meinen Freunden, also ich nehme das immer persönlich und ziehe mir das dann immer an und denke immer so, ja okay, hast du absolut recht, ich muss da was machen. Aber die selber gar nicht reflektieren und sich mal angucken. Und das finde ich manchmal echt schwer. Und ich finde diese Blase, in der wir ja auch beruflich sind, manchmal nicht hilfreich. Weil das nockt mich dann schon an der Seite ganz schön an. Weil man will ja gemocht werden.
38:11
Du hast ja auch noch viele Freunde von früher, gell? Du bist einfach noch in deinem, wirklich in einem Umfeld, was du einfach dir aufgebaut hast vor 40 Jahren oder so.
38:18
Na, länger. Meine ältesten Freunde kenne ich seit, guck mal, ich werde jetzt 54. Seit dem Kindergarten? Ja, 50 Jahren. 51 Jahren.
38:26
Krass.
38:27
Ja, aber das klingt absurd, aber auch da merke ich einfach wieder, und das ist ja bei dir auch so, ich habe unterschiedliche Freundeskreise und ich merke immer wieder, es kommt wirklich nicht auf die Quantität an, weil wir es alle nicht mehr schaffen. Das hat gar nichts mit meinem Job zu tun, dass ich viel unterwegs bin, sondern das hat mit all unserem Leben zu tun. Aber wenn ich die sehe, und ich hatte jetzt gerade wieder... Das ist komisch, das haben mir ein paar Freunde letztes Jahr zum Geburtstag geschenkt. Jetzt war ich mit denen das Wochenende, also fast ein Jahr später, erst weg. Das hatten sie mir geschenkt, dass wir zusammen abhängen.
38:58
Es war einfach so großartig. Von Freitag bis Sonntag war es einfach so toll. Es war von Gesprächen bis hin zu, wir trinken was und machen Quatsch, bis hin zu, wir sitzen zu sechs erwachsenen Männern vorm Fernseher und gucken eine Serie. Ja.
39:14
Und dann ist auch ganz angenehm, auch wenn das natürlich früher toll war, dass man so unter Strom stand und jetzt nachher noch hin und komm, wir gehen noch aus und jetzt machen wir noch das und so. Ist auch ganz geil, wenn dann keiner mehr sozusagen so, wenn die Bluthunde so ein bisschen, sag ich mal, unterdrückt.
39:29
Die kommen aber immer wieder, so in Wellen. Natürlich! Ja, aber das Schöne ist, und ich glaube, das ist ja das, was Freundschaft ausmacht. Ich weiß, dass ich bei den Leuten, die mir wirklich wichtig sind, mich 100%ig darauf verlassen kann, dass wenn irgendwas ist, das haben sie auch in der Vergangenheit schon bewiesen und ich hoffentlich denen gegenüber auch, dass ich mich total auf die verlassen kann. Die würden alle stehen und liegen lassen. Das ist einfach das geilste Gefühl auf der Welt. Dafür bin ich so, so, so dankbar.
39:55
Ja, ich weiß. Ja, das ist wirklich toll. Also du bist aber auch ein guter Freund. Also ich glaube, mit dir kann man gut befreundet sein. Jetzt hast du einen YouTube-Kanal eröffnet, fast genau zeitgleich zu meinem. Was lustig war, weil wir saßen letztens zusammen in der Maske und ich so, du jetzt auch YouTube, ja du auch. Was machst du denn da? Was machst du bei YouTube?
40:16
Eigentlich alles und nichts so richtig. Also ich probiere mich da ein bisschen aus. Also ich habe jetzt so ein paar filmrelevante Themen angegangen. Ich mache aber auch Gespräche mit irgendjemandem. Ich muss einfach mal gucken. Ich finde das Spannende an YouTube ist ja, dass das zum ersten Mal etwas ist, was nur ich sozusagen kontrolliere.
40:36
Es ruft niemand an und sagt Hallo Steven. Pause.
40:40
Genau. Also wenn ich jetzt sage, ich lese die nächsten drei Stunden die Wetterberichte der ganzen Welt vor. Dann muss man mal gucken, ob das überhaupt jemand sehen will. Aber ich finde das mega und ich finde einfach, das ist toll, mal zu gucken, ob das funktioniert, ob die Leute da Lust auf haben. Genauso wie du das gesagt hast, irgendwann werden wir erkennen müssen, dass uns keiner mehr sehen will und ertragen möchte. Und bis dahin probiere ich das einfach mal aus. Aber du machst ja auch alles, was...
41:04
Ja, wer uns dann noch sehen will, der findet uns dann bei YouTube. Hast du dich reingearbeitet in das Thema? Weil das ist ja eine totale Wissenschaft. Weißt du, wann veröffentlicht man, um wie viel Uhr, welche Trailer, welche Shorts, welches Ding und so. Hast du die ganze Systematik irgendwie verstanden?
41:21
Nein.
41:23
Bin ich ganz ehrlich, du? Nein, natürlich nicht.
41:26
Ich sage immer, ist doch scheißegal, das Video ist fertig, lass uns raushauen. Nein, Donnerstag 17 Uhr.
41:31
Und dann mit den Hashtags und in der Caption muss das stehen und wir müssen so starten. Und dann sage ich, aber warum starten wir nicht so? Nee, weil das funktioniert besser. Und meistens haben sie gesagt, ich arbeite mit einem Team zusammen, die da wirklich Experten sind, die es super können. Aber ich glaube, das ist ja auch wiederum spannend, dass mit der Fernseherfahrung, die du hast und ich habe, mit Leuten zusammenzukommen, die halt sagen, ja gut, wir können morgen drehen. Und nicht sagen, wie einige Fernsehsender und Produktionsfremden, nee, warte mal, das Studio ist erst frei 2029, lass uns nochmal gucken, ob wir das dann machen.
42:07
Und die Spontane und dann, kennst du ja auch die Außendrehs von früher, wo dann irgendwie so eine Crew war mit drei unterschiedlichen Kameras und da kommt ein Typ.
42:18
Mit so einem Ding, was auf so einem Gimbal heißt. Das bewegt sich so und da macht er die tollsten Bilder damit. Früher waren drei Teams mit Kabel noch einer, der mit dieser Tontasche, da kriege ich ja schon immer zu viel, die Typen, die mit diesem Tongerät umhängend immer an den Knöpfchen drehen und haben immer gesagt, na, ich kriege gerade keinen Empfang, ich muss nochmal auf einen anderen Kanal schalten. Das ist alles wirklich tatsächlich doch recht einfach geworden.
42:42
Und, was ich spannend finde, ich weiß nicht, wie das bei dir ist, dann schnallen sie die Videos, dann schicken sie es mir zurück und dann sage ich, fragen sie, und wie findest du es? Und dann sage ich so, ja, das würde ich sowas so und so noch ändern und die sind völlig entspannt. Da ist dann nicht so, oh nee, aber ich habe mir das anders überlegt. So, okay, machen wir. Zwei Stunden später, neue Version. Ich so, okay, wie geil ist das bitte? Also ich finde, das ist eine schöne Tobe-Ausprobierwiese auch für mich. Und mal gucken, wohin das führt.
43:10
Machst du Fanbetreuung? Also bist du da näher dran am Fan als jetzt vielleicht bei Instagram oder beim Fernsehen?
43:15
Ja, also vor allen Dingen verlangen die das zum Glück. Also das Feedback, was man da kriegt, ist ja schon sehr dezidiert und manchmal sehr im Detail. Und ich sage ja auch immer, schreibt da mal rein, was ihr euch wünscht, was ich mal machen soll. Dann versuchst du es irgendwie umzusetzen. Aber ich bin da schon in der Interaktion. Ich mag das ja auch gerne, muss ich ja sagen. Und da bin ich auch nicht gefeit vor. Da gibt es natürlich auch richtig assige Kommentare, ne? Und ich finde es immer großartig, da in den Diskurs zu gehen und zu sagen, welches Video hast du denn jetzt gesehen? Bei mir hat jemand drunter geschrieben, ein Endfuffziger in einer College-Jacke, der versucht nochmal jung zu sein.
43:52
Wo ich dann auch sagte, das letzte Mal, dass ich meinen Pass geguckt habe, war ich noch Anfang 50, bin da noch nicht Mitte 50, Anfang 50. Und ich kann auch von mir aus eine Tüte auf den Kopf tragen, mein Klamottengeschmack bleibt meiner. Ja. Und da kam bisher aber noch nichts zurück. Also manchmal sind das ja nur so Schneegestöber.
44:08
Also ich muss sagen, meine Kommentare sind sehr, sehr positiv. Letztens hat einmal einer geschrieben, mein Programm wäre wie eine eitrige, kranke Kuh mit einem entzündeten Euter.
44:20
Also er meinte nicht mich, sondern er meinte das Programm und dann hat er sich wirklich an mir ausgelassen, dass ich ihm leid tue, dass meine Augen immer mehr hervortreten, weil ich eben so alt schon bin und alles so runtergearbeitet ist an mir und nichts mehr so ist, wie es früher war und so. Und dann ganz am Ende hat er gesagt, Babsi, wenn du mal reden möchtest, melde mich. Melde dich gerne. Bei mir fand ich es so nett, weil er hat offensichtlich das als eine Aufforderung zur Kritik oder zu einem Kritikgespräch. Weißt du, so ein Entwicklungsgespräch. So Babsi, wo siehst du dich in zehn Jahren und soll ich dich?
44:50
Und auch eben ernst, also er hat gesagt, es läge ihm sehr viel am Herzen an mir. Also es wäre jetzt so, dass er sich schon Sorgen machen würde über mich. Und deswegen würde er da gern ein bisschen mit mir ins Gespräch kommen und in den Austausch.
45:03
Also ist er vom Berufsinformationszentrum, vom BITS sozusagen.
45:06
Wahrscheinlich. Ich habe bisher, ich sage es ehrlich, noch keine Zeit gefunden, mich bei ihm zu melden. Aber ich habe natürlich auch wunderbare Kommentare drunter mit, sie benutzen das falsche Salz, sie benutzen die falsche Bratpfanne, sie benutzen nicht das richtige Fleisch, sie Backpapier, sondert Schadstoffe ab und so. Da hast du natürlich Leute, die genau hingucken. Ja, du nicht? Kochst du auch? Du hast Sport gemacht, das kam sehr gut an. Das wollen die Leute sehen, dass man schwitzt.
45:31
Ja, und ich schwitze gerne.
45:33
Aber du schwitzt auch gut, weißt du?
45:35
Ich schwitze sehr gut.
45:35
Du schwitzt nicht auf eine Menschen, wie soll ich sagen, es ist nie so, dass du die Würde verlierst dabei.
45:40
Nee, aber gibt es vielleicht auch so diese, es gibt doch Händemodels, obwohl es geht durch KI auch weg, gibt es auch Schwitzmodels?
45:48
Ja.
45:48
Also könnte ich vielleicht, ich könnte mich doch als Schwitzmodel sozusagen irgendwo eintragen lassen und dann mache ich nur für richtig coole Sportunternehmen Werbung.
45:59
Also man sieht nur, wie ich schwitze oder nur meinen Schweiß.
46:02
Du willst ja inzwischen einen Anfang 50-Jährigen schwitzen sehen. Weißt du, schwitzende junge Leute, davon haben wir wirklich genug. Ich meine, wer interessiert sich für einen 26-Jährigen durchtrainierten schwitzenden Mann?
46:11
Wenn er das Doppelte hat mit dem doppelten Gewicht, meinst du?
46:14
Du willst ja mal jemanden schwitzen sehen, der so aus der eigenen Referenzgruppe ist. Stimmt.
46:21
Und der keucht beim Treppensteigen.
46:23
Nein, das machst du nicht.
46:24
Clint Eastwood hat ja immer gesagt, man ist so alt, wie man Laute macht beim Hinsetzen.
46:31
Und hat der es unter Kontrolle gehabt? Du hast ihn ja sicher getroffen.
46:33
Hast du den mal gesehen? Der ist ja auch schon 137 mittlerweile.
46:39
Aber der lebt immer noch, gell? Und ich muss dir sagen, wenn ich mir angucke, die Brücken am Fluss mit Meryl Streep. Und damals war er schon weit über 60, als er den Film gedreht hat. Da dachte ich mir, da bin ich ansprechbar.
46:50
Aber guck mal, dann können wir ja über Filme sprechen. Das ist ja ein schöner Film. Oder bist du eingeschlafen? Weißt du, wie du ausgegangen bist?
46:56
Da wollte ich schon wissen, ob die am Ende zusammenkommen. Und ich finde, sie hat sich gut entschieden. Ich finde nicht, dass sie ihre Familie hätte verlassen sollen und zu Clint Eastwood gehen sollen, der ein ganz einsamer Cowboy ist und immer nur rumfährt und keine Verbindung zu irgendwas hat. Da kann man als Ehefrau, ich stand ja auch schon ein paar Mal vor der Entscheidung, da habe ich jedes Mal gesagt, ich bleibe bei der Familie.
47:17
Ja, finde ich gut. Eine Metapher fürs Leben.
47:21
Ja, absolut, absolut. Ich finde, das Schwierigste ist, einen guten Titel zu finden. Und das hast du ja beim YouTube-Kanal gar nicht erst versucht. Da ist einfach Steven Getz in der Kanal, oder?
47:31
Ja, klar. Wie heißt denn deiner?
47:34
Meiner heißt auch nicht irgendwie. Das ist ja auch, da habe ich jetzt auch nicht. Aber du hast eben beim Podcast Hollywood Kills in Anspielung auf Hollywood Hills. Oder wie heißt es da? Kaulitz? Kaulitz Hills oder Kollywood Hills?
47:47
Nein, also Hollywood Hills, aber nicht in Anspielung auf die Kaulitz Hills.
47:51
Nee, aber die Hollywood, ach so, gibt's, ach so, Kaulitz Hills heißt das.
47:57
Ja, genau. Oder, nee, heißt das Kaulitz Hills? Ja. Kaulitz und Kaulitz heißt die Netflix-Doku, genau.
48:03
Aber Hollywood, also Hollywood Hills ist natürlich fantastisch und Hollywood Kills sind eure Kriminalfälle aus Hollywood. Ist das dann Filmbranche oder ist das nur Region Los Angeles?
48:16
Nee, das ist eine spannende Frage. Also Hollywood Kids steht ehrlich gesagt so stellvertretend für Glamour und Stars und Sternchen. Also es ist schon weiter gefasst. Wir haben über Whitney Houston gesprochen. Wir haben jetzt gerade aktuell über Phil Spector gesprochen. Ich glaube, das Interessante ist, dass es so viele Dinge gibt in und um Hollywood, Man sagt ja immer, großes Licht wirft lange Schatten, dass es da eine ganze Menge Dinge gibt, die man mal beleuchten sollte. Und das ist tragisch. Ich habe es ja vorhin schon gesagt. Ich glaube, der Druck, der auf bestimmten Generationen lastet in Hollywood, wenn du so im Rampenlicht stehst und es gibt genügend junge Schauspielerinnen und Schauspieler, die damit definitiv nicht umgehen können.
48:56
Und es gibt auch genügend Kriminalfälle, die man sich nochmal anhören sollte. Also Lou Perlman, finde ich, ist auch eine schöne Geschichte. Das ist der Manager gewesen von den Backstreet Boys. Der hat ja Versicherungsbetrug begangen, um die Backstreet Boys zu gründen. Er hat einen Zeppelin gekauft für zwei Millionen versichert, das komischerweise abgestürzt und ausgebrannt. Komischerweise. Und dann hat er die Backstreet Boys zusammengekasselt. Von dem Geld? Und hat parallel ja zu den Backstreet Boys NSYNC gegründet, ohne denen das zu erzählen.
49:26
Nein.
49:26
Und solche Fälle gucken wir uns an und sprechen über die.
49:29
Oder ist der auch irgendwie zu Tode gekommen?
49:31
Nee, der ist ja im Knast und tot.
49:34
Also gerade was Whitney Houston angeht, da sind so viele fürchterliche Sachen in einer Geschichte irgendwie verwoben. Ist ja auch die Tochter dann noch gestorben. Und ich glaube, Bobby Brown war ja dann auch im Knast. Und da war ja drumherum wirklich alles schrecklich.
49:49
Alles kaputt. Ja, und vor allen Dingen, das ist ja alles in der Pre-Grammy-Party-Nacht passiert. Und der Fall ist ja, wenn man sich den genauer anschaut, auch so tragisch und so schrecklich, weil beide, Mutter und Tochter, sind ja unter gleichen Umständen ums Leben gekommen. Also beide in der Badewanne ertrunken. Und man verdächtigt ja den Mann von ihrer Tochter, weil den hat ja Whitney Houston damals bei sich aufgenommen. Und man denkt, dass er nicht nur die Mutter, sondern auch die Tochter umgebracht hat.
50:21
Ja, Wahnsinn.
50:22
Ja, aber da gibt es wirklich spannende Fälle. Also unbedingt mal reinhören, wenn ihr Bock habt.
50:26
Das heißt, du weißt mehr eigentlich als die meisten anderen.
50:30
Ich weiß immer mehr. Also wenn du bei Wer will mir näher bist, ruf mich an.
50:34
Nee, du warst doch tausendmal als Joker, oder? Bei Wer wird Millionär schon?
50:38
Nein, noch gar nicht.
50:39
Wirklich nicht?
50:40
Nee.
50:40
Aber du weißt ja wirklich, du weißt glaube ich sehr viel.
50:43
Nein, das kann ich auch gut spielen.
50:46
Okay, aber das gelingt dir wirklich gut. Was würdest du sagen, ist neben all den anderen Sachen, die wir jetzt besprochen haben, deine größte Schwäche?
50:56
Was glaubst du, ist deine größte Schwäche? Genau das. Was kannst du gar nicht?
50:59
Ich kann nichts. Singen. Ich kann leider nicht singen. Ich würde so gerne singen können. Dann würde ich mit dir auf Tour gehen. Aber noch nicht mal dafür reicht es. Noch nicht mal als Background-Tänzer. Ich könnte vorne so Security machen bei deinen Fans. Wie dein Typ, den du damals hattest bei der Girls-Camp-Sendung.
51:19
Der hat immer erstmal geguckt, ob einer hinter dem Vorhang steht. Dann habe ich mich unheimlich sicher gefühlt.
51:24
Ja, glaube ich auch. In so einem Hotelzimmer.
51:27
Wo die Vorhänge so klein sind.
51:30
Und durchsichtig.
51:34
Naja gut, ich habe da nicht so genau nachgefragt. Ich dachte mir, wenn das seine Arbeitsprinzipien sind und er hat seinen Job sehr ernst genommen, dann war es ja auch okay, dass er dann über Nacht geblieben ist und so weiter. Also jetzt sag, was kannst du gar nicht, was würdest du gerne können?
51:49
Ich würde gerne singen können. Das war kein Witz. Ich würde wirklich gerne singen können. Ja, ich finde es total cool.
51:53
Aber was wäre denn dann anders?
51:55
Wenn ich singen könnte, dann könnte ich vielleicht die große Schlagernacht am Wörthersee.
51:59
Ja, ja. Ich verstehe natürlich. Ich verstehe die Anspielung. Weißt du, was ich toll finde? So Alisha Kies mäßig am Klavier sitzt und sich selber mit Klavier begleiten, während man singt. Das finde ich auch toll.
52:10
Das finde ich auch gut. Okay, dann muss ich noch ein zusätzliches Talent dazu kaufen. Ich kann auch kein Instrument spielen. Kannst du ein guter Instrument spielen?
52:18
Ich kann Klavier spielen, aber auch, ich würde mich nicht selber begleiten wollen. Ich glaube, da hätte ich auch viel Stress an dem Tag.
52:24
Ich habe noch ein Trauma aus der Grundschule, aus dem Musikunterricht. Da haben wir Blockflöte gespielt und da hat mein Musiklehrer zu mir. Sag mal, bist du taub?
52:34
Und dann meinte ich, du triffst ja gar keinen Ton, das geht dir überhaupt gar nicht. Ich meine, das musst du immer zu so einem kleinen Steven. Bist du taub? Das war echt nicht nett.
52:46
Ja, aber weißt du, heute hast du allen bewiesen, dass alles in Ordnung ist mit dir. Mit deinen Ohren und mit deinen Augen und mit deinem Kopf. Auch wenn viele Jahre lang gedacht, da bestimmt was nicht. Okay, mit deinem Körper, da gibt es noch Zweifel. Da gibt es noch kein Zweifel.
53:05
Du bist ja noch jung. Ach, Steven, das war so schön, mit dir zu reden.
53:09
Danke für deine Zeit. Ich gehe ins Gym jetzt.
53:12
Nein. Wirklich? Nein. Nein. Bist du der Typ, der tagsüber in ein Fitnessstudio geht?
53:18
Ja. Nein. Also das ist echt absurd. Ich stehe morgens ziemlich früh auf und mache Sport.
53:23
Ja, man muss es weg haben am Morgen, gell?
53:25
Ja. Mach ich auch immer. Ich bin morgens weg. Am Tag geht das nicht mehr. Nee. Schaffe ich nicht.
53:29
Nee, okay.
53:30
Habe ich zu viele Dinge zu tun wie Wasser.
53:32
Klar. Also, tschüss.
53:39
Lustig war's. Mit unserem Freund Steven. Hat uns gut gefallen, oder? Doch, Steven. Ja, sehr, sehr gut. Der darf ja Steven heißen, weil der ist ja wirklich halber Amerikaner.
53:49
Stimmt, der hat einen amerikanischen Pass. Das kann sein. Der hat einfach eine ganze Zeit in Amerika gelebt. Mit seinem Bruder und seinem Vater.
53:57
Irgendwo gab es auch immer noch mal das Gerücht, er hätte eine Bar in New York. Das habe ich jetzt gar nicht gefragt. Sag mal. Mache ich beim nächsten Mal. Apropos Tausendsasser, so bleibt es auch in der nächsten Woche. Da kommt nämlich Jimmy Blue Ochsenknecht und der hat auch schon ganz schön viel gemacht in seinem Leben. Das stimmt und ist gerade nach Dubai gezogen. Mein Gott, es gibt was zu besprechen. Bis dann, ich freue mich auf euch.
54:20
Mit den Waffeln einer Frau. Ein Podcast von Barbaradio. Das Radio von Barbara Schöneberger. In der Barbaradio App und im Web.