00:03
ARD Sounds Und jetzt, verehrte Hörerinnen und Hörer, kein Mups.
00:14
Der Krimi-Podcast.
00:15
Jacqueline! Herr Wirk, ich habe Angst. Wo waren Sie? Sie können mir nichts beweisen. Ist das Ihre Hose? Nein, doch.
00:20
Das ist nicht wahr.
00:22
Ich habe nichts gemacht.
00:23
Jemand dreht mich an.
00:24
Ich sage ja, ich habe es getan. Ich bin in Behandlung.
00:26
Nein, was sagen Sie?
00:27
Ich kann es nicht!
00:29
Herbert. Marion? Aber Heinz ist tot. Sie sind nicht Otto Schlünzel.
00:32
Nein, ich habe Tante Hedwig nicht erschossen. Das ist alles. Hallo. Hallo.
00:36
Sie heißen?
00:36
Otto Schlünzel. Ich habe damit nichts zu tun. Hallo. Wer spricht denn da?
00:41
Gisela.
00:44
Kein Mucks. Am Mikrofon begrüßt Sebastian Pastewka. Schön, dass Sie dabei sind. Herzlich willkommen zum Krimi-Podcast. Wir melden uns immer donnerstags mit einer neuen Folge. Zuerst in ARD-Sounds. Hier gibt es schöne alte Kriminalhörspiele aus deutschen Sendearchiven. Ja, richtige Hörspiele. Wir haben Unterhaltungskrimis mit bekannten Schauspielerinnen und Schauspielern der damaligen Zeit für Sie.
01:04
12 Uhr und eine Minute. Hessischer Rundfunk, zweites Programm.
01:09
In dieser Ausgabe bringen wir ein Kriminalstück aus den Archiven des HR. Aber ist denn alles vorbereitet?
01:15
Das ist das zurzeit jüngste Kind des Hessischen Rundfunks. Eine moderne Klimaanlage im Funkhaus sorgt für jene gleichbleibende Temperatur und Luftfeuchtigkeit, die die vielen Tonbänder und Filmstreifen erfordern.
01:28
Das klingt gut. Doch wie werden Ton und Bild eigentlich übertragen?
01:32
Bildstreifen und Tonrolle wandern zur Sendung in den Filmgeberraum. Was hier eingelegt wird, ist das Bild. Beim Fernsehen nämlich sendet man Bild und Ton im Allgemeinen getrennt. Man fährt die Sendung, wie der Fachausdruck lautet, zweistreifig. Das ist die Tonrolle.
01:49
Ton fertig. Dankeschön. Auf dann.
01:52
Ja, so klang der Maschinenraum des hessischen Rundfunks vor 70 Jahren. Aber wir brauchen kein Bild, nur eine Tonrolle. Wir haben einen gut gekühlten Hörspielstreifen für Sie. Einen richtig schönen Monokrimi, der mehrere Haken schlägt.
02:06
Warum bewahren Sie in dieser Schublade eine Waffe auf, Mr.
02:10
Onslow? 1971 wurde er produziert und heißt Tod in der Schublade. Das ist der Ermittler in unserem Fall, Inspektor Haskell.
02:18
Und Sie lassen eine entsicherte Pistole in einer unverschlossenen Schublade herumliegen.
02:22
Hören Sie, Inspektor, ich bin doch kein Idiot. Normalerweise ist die Schublade natürlich verschlossen.
02:28
Tja, was ist passiert? Hören Sie Günther Ungeheuer und Hans Timmerding, dazu Käthe Jänecke, Peter Fitz und viele andere. Gute Unterhaltung.
02:36
Frankfurt bringt Ihnen als Hörspiel der Woche ... ... Tod in der Schublade.
02:43
...
02:48
Kriminalhörspiel von Kenneth Byrd.
03:12
Polizeistation Trömmingham, Fischer.
03:15
Hier spricht Lorenz Onslow. Hier in meinem Haus wurde ein Mann erschossen.
03:20
Erschossen?
03:21
Wann? Vor zwei oder drei Minuten. Ich lag bereits im Bett, ich hörte etwas, ich ging hinunter, sah einen Mann in meinem Wohnzimmer.
03:30
Haben Sie ihn erschossen?
03:31
Ja, ich habe ihn erschossen.
03:34
Geben Sie bitte Ihre Adresse.
03:35
Die Adresse ist Palmers Court 14. Das ist am Ende der kurzen Sackgasse, die von der Palmerston Avenue abzweigt. Vorgarten steht eine Zähler.
03:44
Ich schicke sofort einen Streifenwagen.
03:46
Ja, und Sergeant?
03:48
Ja? Mr. Onslow, sind Sie noch da?
03:54
Ja, es wäre vielleicht gut, wenn auch ein Inspektor käme. Es gibt eine Komplikation.
04:04
Machen Sie einen Bogen um den Wandsafe, John, bis die Herren vom Fingerabdruck da waren. Ja, mach ich. Weil wir nämlich den Inspektor aus dem Bett holen mussten. Das schätzt er nicht sehr. Da ist er immer, wie soll ich sagen, etwas kritisch. Ja, ich weiß schon. Fischer? Ja? Ich möchte, dass die Schuhsohlen des Toten... Der Inspektor fährt eben vor. Ja und? Sollen wir mir eine Senfte entgegenschicken oder wie? Der ist die Treppe dreimal so schnell hinaufgefallen wie gewöhnliches Sterblicher, aber das ist auch alles. Guten Morgen, Sir.
04:31
Morgen. Morgen.
04:33
Ich brauche bloß meine Frau zu küssen, schon läutet das Telefon.
04:37
Wie lange sind Sie schon hier, Sergeant?
04:39
Gut 20 Minuten. Das ist ja ein Haus, eh? Müssen Sie erst mal von innen sehen. So kann man leben. Was wissen wir denn über Onslow? Er war bis vor kurzem der Boss von Grumbis Obens. Der Waffenfabrik? Ja, der Waffenfabrik. Da soll er sich übrigens vom Stift heraufgearbeitet haben. Vor ein paar Monaten hat er seine Anteile gegen eine fantastische Summe abgegeben und sich zurückgezogen.
05:05
Jetzt widmet er sich dem Sammeln von Waffen, alten und neuen. In den Garten hat er sich einen Schießstand mit allem drum und dran eingebaut. Am dazugehörigen Waffenschein fehlt es auch nicht. Und als ein Einbrecher erschien, hat er geschossen, ja? Ja, er ist allein im Haus. Frau und Tochter sind heute Nachmittag nach Malhampton gefahren. Dort hat die Familie einen Ferienbungalow. Keine Dienstboten in einem Haus dieser Größe? Nein. Nur eine Tageshilfe und ein Gärtner. Ach ja, und bis vor kurzem ein Diener-Chauffeur.
05:35
Aber über den lassen Sie sich lieber von Onslow selbst erzählen.
05:39
Ich drücke mich im Allgemeinen nicht missverständlich aus. Also, wie soll ich es Ihnen noch klarer sagen, Inspektor? Sie erlauben, dass ich mir noch einen Cognac hole.
05:49
Sie haben sich um 11 Uhr zu Bett gelegt. Dann haben Sie eine halbe Stunde gelesen. Dann, 20 Minuten nachdem Sie das Licht gelöscht hatten, glaubten Sie, Geräusche in diesem Zimmer hier zu hören.
06:00
Das habe ich nicht gesagt. Ich habe gesagt, ich glaubte, Geräusche im unteren Stock zu hören.
06:05
Daraufhin gingen Sie leise die Treppe hinunter, um nachzusehen, betraten dieses Zimmer und knipsten den Lichtschalter bei der Tür an. Ganz richtig, ja. Sie sahen einen Mann, dessen untere Gesichtshälfte mit einem Schal verdeckt war.
06:18
Ja, und der vor dem Safe stand. Und das Safe war geöffnet. Was genau passierte dann? Ich war etwa hier an meinem Schreibtisch angelangt, da stürzte der Mann auf mich los. Ich habe mich mit vorgehaltenem Arm zu schützen versucht, aber er traf mich trotzdem ins Gesicht.
06:35
Hier, meine Lippe. Die blutet immer noch. Und weiter?
06:39
Ich fiel zu Boden, mehr oder weniger. Ich konnte mich gerade noch am Schreibtisch halten. Ich war halt betäubt. Bis ich mich einigermaßen aufgerappelt hatte, war er wieder am Safe.
06:47
Und bediente sich mit dem Schmuck?
06:50
Ja, was sonst? In dem Moment fiel mir die 6.5 in meiner Schreibtischschublade ein.
06:55
Ich dachte, wenn ich an die herankomme, kann ich ihn in Schach halten, bis sich Hilfe findet. Aber als ich die Hand ausstreckte, ging er wieder auf mich los.
07:03
Glauben Sie, dass er die Waffe gesehen hatte?
07:05
Ich hatte die Hand noch in der Schublade. Aber wie auch immer, ist natürlich schwer zu sagen. Jedenfalls... Jedenfalls packte er meine Hand. An sich wollte ich nicht schießen. Ich sage ja, ich wollte ihn nur bedrohen. Es war ein Reflex hervorgerufen durch Angst, Selbsterhaltungstrieb.
07:20
Ja. Warum bewahren Sie in dieser Schublade eine Waffe auf, Mr. Onslow?
07:26
Ach, neulich war das, als ich mal nicht zu Hause war, wachte meine Frau nachts auf und hörte jemanden im Garten herumschleichen. Das hat sich damals sehr beunruhigt. Ich habe die Pistole daraufhin zu ihrem Schutz hier deponiert. Aber warum hier unten, Herr?
07:40
Wäre es nicht besser gewesen, Sie oben zu haben? Irgendwo, wie Ihre Frau Sie jederzeit griffbereit gehabt hätte?
07:46
Naja, wenn man jetzt darüber nachdenkt, wohl ja. Sie haben also ohne Überlegung auf den Mann geschossen? So viel dürfte doch klar sein aus dem, was ich Ihnen bereit...
07:55
Aber Sie haben immerhin so weit überlegt, dass Sie die Sicherung lösten.
07:59
Wie? Nein, die Pistole muss schon entsichert gewesen sein. Ach, tatsächlich? Tatsächlich?
08:08
Mr. Unslow, Sie haben sich, ich glaube, Ihr Leben lang mit Waffen beschäftigt, von Berufswegen. Und Sie lassen eine entsicherte Pistole in einer unverschlossenen Schublade herumliegen.
08:18
Hören Sie, Inspektor, ich bin doch kein Idiot. Normalerweise ist die Schublade natürlich verschlossen. Ich habe schließlich eine junge Tochter im Haus. Aber heute habe ich bis spät gearbeitet und meine Papiere zum Schluss in die Schublade gelegt.
08:31
Hier, hier sind sie. Habe ich hineingelegt und dann wohl nicht abgeschlossen aus Versehen oder vielleicht auch instinktiv, weil ich allein hier war. Naja.
08:41
Aber kommen wir noch einmal auf den Schuss zurück. Also, Ihr Angreifer brach zusammen und lag dann dort auf dem Teppich. So, wie wir ihn vorgefunden haben. Samt dem Schmuck, dem aus den Taschen quoll.
08:53
Ich habe nichts angerührt. Oh, mit Ausnahme des Schads. Und warum haben Sie ihm den abgenommen? Muss ich alles zehnmal sagen? Das habe ich doch schon Ihrem Sergeanten erklärt.
09:02
Erklären Sie es mir bitte noch einmal, Mr. Onslow.
09:05
Also, nachdem der Schuss gefallen war, stand ich da, ich weiß gar nicht wie lang, und starrte dem Mann an.
09:11
Ich hatte gar nicht begriffen, was passiert war, bis sich Blut auf seinem Hemd ausbreitete. Und dann plötzlich dachte ich, den Burschen kenne ich doch, dieses drahtige, dunkle Haar, die breiten Schultern. Ich zog ihm den Schal herunter, ganz unwikürlich. Und ich kannte ihn tatsächlich. Es war Jeff Luca, mein früherer Dienerchauffeur.
09:34
Ich habe ihn vor ein paar Monaten an die Luft gesetzt. Warum? Warum?
09:37
Ach, offen gestanden, Inspektor, er passte mir nicht. Er war großmäulig, unaufrichtig und unzuverlässig. Und eines Tages fehlte mir auch noch Geld. Nicht viel, vielleicht 40 Pfund. Und ich hätte auch nicht beweisen können, dass er es genommen hatte. Aber trotzdem, weg mit ihm. Mit solchen Typen habe ich nie lange gefackelt. Ich nicht.
09:55
Hatten Sie danach noch irgendwie Verbindung mit ihm?
09:57
Ich habe Besseres zu tun, Inspektor, als mich mit solchen Gesindel abzugeben.
10:03
Sergeant? Sir?
10:05
Wie ist Luca ins Haus gekommen?
10:07
Das Garderobenfenster steht offen und draußen im Blumenbeet vor dem Fenster haben wir Abdrücke von Schuhspitzen gefunden.
10:13
Wurde das Fenster mit Gewalt geöffnet?
10:15
Davon ist nichts zu sehen, Sir. Die Erklärung ist ziemlich einfach fürchtig. Sonst kümmert sich meine Familie darum, dass abends die Fenster geschlossen werden. Ich bin nicht allzu gewissenhaft in dieser Hinsicht. Tja, das hat seine Nachteile.
10:32
Klein, aber verlässlich, dieser Safe, Mr. Onslowie. Von Jill Fowland-Hembertson sehe ich. Normalerweise einbruchsicher. Und er war natürlich verschlossen, als Sie zu Bett gingen. Darf ich wiederholen, Inspektor? Ich bin kein Idiot.
10:48
Ja, dann muss also mit anderen Worten Luke die Kombination gekannt haben. Woher? Ich habe darüber nachgedacht. Ich wüsste nur eine Erklärung. Etwa eine Woche, ehe ich ihn entlassen habe, stelle ich mittags einmal die Kombination ein und merke plötzlich, dass ich beobachtet werde.
11:05
Ich drehe mich um. Luca steht an der Verandatür.
11:09
Und sah Ihnen zu? Ja.
11:11
Sie hatten alle Zahlen bereits eingestellt? Ja. Ich habe ihn scharf zurechtgewiesen, weil es ihm verboten war, das Zimmer von der Veranda her zu betreten, auch wenn die Tür offen stand. Aber das war typisch für seine Art von Aufsässigkeit. Aha.
11:24
Aber, Inspektor, entschuldigen Sie, es ist gleich halb vier und ich bin ein Mann von bald 60 Jahren. Man sieht es mir vielleicht nicht an, aber ich bin etwas erschöpft.
11:33
Noch zwei Fragen, Sir. Der Tote hat an der rechten Gesichtshälfte einen Kratzer, einen ziemlich hässlichen...
11:39
Ja, den kann ich ihm beigebracht haben, dem Handgemenge. Ich weiß es zwar nicht, ich habe es nicht gemerkt, aber so wird es wohl sein, oder?
11:48
Und er trug Gummihandschuhe Marke Sunplex, die ihm eine Nummer zu klein waren. Können Sie sich das erklären?
11:55
Ich habe sie ihm nicht zum Geburtstag geschenkt und auch sonst nicht, falls Sie das meinen. Nein, nein, das meine ich nicht.
12:04
Sie spielen Golf, Pestanzen?
12:08
Natürlich, sonst würden hier keine Schläger herumliegen. Darf ich mal sehen? Bitte. Ich spiele auch.
12:17
Japanisches Fabrikat. Für mich lernen die nicht.
12:23
Inspektor, ich bin wirklich nicht aufgelegt, jetzt über Golfschläger oder Handicaps zu diskutieren. Nein, nein, natürlich nicht.
12:29
Egoistisch von mir, aber Golf ist meine große Passion. Darf ich Sie dann hinaus begleiten? Ja, natürlich. Ist Ihre Familie häufig weg?
12:38
Man kauft ein Haus auf dem Land im Allgemeinen, um Gebrauch davon zu machen. Malenten ist weniger als zwei Stunden entfernt mit dem Wagen. Außerdem war meine Tochter in letzter Zeit nicht ganz gesund. Haben Sie sonst noch etwas auf den Herzen, meine Herren? Nein, nein, danke.
12:53
Bis morgen dann, Mr. Andersland.
12:55
Gute Nacht.
13:04
Tja. Wenn Sie mich fragen, Sir, fährt die Familie häufig nach Malhampton, um diesen Giftknochen los zu sein?
13:12
Möglich, Sergeant. Ich meine, man käme nicht drauf, dass er gerade einen jungen Typ ins Hirnsalz befördert hat. Aber Schießen gehört bei dem wohl dazu. Und zur Abwechslung mal eine Zielscheibe. Das muss eine Reize haben.
13:31
Guten Morgen, Sir.
13:32
Zum zweiten Mal heute. Sergeant Figgins, wie schaffen Sie das? Schaffe ich was, Sir? Mit zwei Stunden Schlaf auszusehen wie der strahlende Morgen. Naja, wenn man seine Jahre Nachtstreife abgetrappt hat, kann einem sowas nicht mehr erschüttern. Wären Theoretiker wie ich... Das habe ich nicht gesagt, Sir.
13:53
Auch nicht nötig, Sergeant. Sie haben eine Sehüberräterart zu denken.
14:00
Und was hat der Tag bisher ins Licht gebracht?
14:02
Tja, dass die Abdrücke vor dem Klosettfenster von den Schuhen stammen, die der Tote getragen hat. Und bezüglich Onslow noch irgendetwas über ihn? Nichts auf dem Kerbholz außer einigen kleineren Verkehrsstrafen. Allgemein mehr geachtet als geschätzt. Clever, aber hart. Seine einzig weiche Stelle scheint die Tochter zu sein.
14:21
Ein Menschenverächter, wie es aussieht, aber erfolgreich in allem, was er anrührt. Geld wie Heu, großer Schütze, großer Golfer. Tja, und was wissen wir über Luca? Jeffrey Charles Luca, am 23. März 1962 vor dem Jugendgericht Trimmingham wegen Mittäterschaft beim Diebstahl eines Autos verurteilt.
14:40
Seither keine größeren Delikte. Ja, aber noch zwei Geldstrafen und eine Bewährungsstrafe wegen Körperverletzung. Körperverletzung? Ja, in Zusammenhang mit Cherché la femme. Und die femme scheint bei ihm vorzugsweise die eines anderen gewesen zu sein.
14:57
Ein Glücksbringer von heftigem Temperament und beachtlicher Körperkraft, nach allem, was man hört. Das wird onslos Anwalt im Zweifelsfall schön ausschlachten. Lukas' Freunde und Genossen, soweit bisher erreichbar, waren ausgesprochen mundfaul. Nur einer hat sich geäußert und der war der Meinung, dass Einbruchsdiebstahl kaum Lukas' Kragenweite sei, wenn auch nicht aus Zimperlichkeit. Na, was soll ich damit anfangen? Ich gebe ja nur wieder, was der Mann Wachtmeister John gesagt hat.
15:23
Im Übrigen scheint Luca gern angegeben zu haben mit seinen Erfolgen bei reichen, verheirateten Frauen.
15:28
Inklusive Namen, zufälligerweise? Nach Namen hat John nicht gefragt.
15:33
Hat er nicht gefragt? Ja, dann soll er mal schleunigst. Mein Fehler, Sir. Ich hätte ihn instruieren sollen, aber ich habe nicht gedacht, dass es von Wichtigkeit ist.
15:42
Ich meine, wie es aussieht, ist Luca schließlich bei einem Einbruch erschossen worden.
15:46
Sergeant, unser Job ist es nicht zu beweisen, das, sondern herauszufinden, ob Onslow die Wahrheit spricht und das Ergebnis dem Staatsanwalt zu präsentieren.
15:54
Das ist unser Job. Wenn Onslow wegen Totschlags angeklagt werden sollte, hat er jedermann, aber auch jedermann auf seiner Seite.
16:00
Na sicher, und den Richter und die Geschworenen dazu, aber das ist nicht unser Bier.
16:04
Setzen Sie sich mit den Kollegen mal Hemden in Verbindung und bitten Sie, sie festzustellen, ob Mrs. Onslow und ihre Tochter die Nacht in ihrem Landhaus verbracht haben. Sie haben, Sir. Sie schliefen friedlich, als die Streife Ihnen einen Besuch machte.
16:19
Und was diese Sunplex-Gummihandschuhe betrifft, die Luca trug, warum sind diese Handschuhe einer Nummer zu klein? Warum, hm?
16:27
Also fragen Sie bei der Fabrik nach, weil die Geschäfte in Trimmingheim Samplex Artikel führen. Wird gemacht. Nein, nein, nein, nein, nein, nachher, nachher. Jetzt möchte ich noch ein bisschen weiter häkeln.
16:40
Was für ein Zufall, dass Mrs. Onslow und Tochter Helga ausgerechnet gestern nach Malhampton gefahren sind. So geht es eben manchmal. Oh ja, ja, manchmal. Aber an etwas, was Onslow sagte, habe ich meine stärksten Zweifel. Er sagte, Luca habe ihm von der Terrassentür aus zugesehen, wie er die Kombination des Safes einstellte und dass Luca daher die Zahlen kannte. Erinnern Sie sich?
17:06
Möglicherweise, hat er gesagt.
17:07
Ja, das weiß ich.
17:09
Aber haben Sie sich die Zahlen am Schloss angesehen? Nein. Nein. Aber ich. Und Sie sind winzig. Luca müsste buchstäblich Adleraugen gehabt haben, um sie von der Entfernung aus mitzukriegen.
17:25
Mr. Luca war ein sehr netter junger Mann, Inspektor. Sehr nett, mit guten Manieren. Wusste, was ich gehört. Sie verstehen, was ich meine. Aber Sie haben mir noch gar nicht gesagt, woher Sie wissen, dass ich ihn kannte.
17:40
Er hat einem seiner Freunde von Ihnen erzählt, Mrs. Wunder. Sehr schmeichelhaftes.
17:45
Das ist aber nett, wie? Doch wirklich, er war nett.
17:50
Er hat eben so allerhand in Ordnung gebracht bei mir. Es gibt eben Dinge, die gemacht werden müssen in einem Haus. Und mein Mann war drei Monate lang in Indien. Erst gestern ist er zurückgekommen.
18:01
Sie können sich auf unsere Diskretion verlassen. Ach.
18:04
Nicht, dass ich irgendetwas zu verbergen hätte. Verstehen Sie das nicht falsch, ne?
18:07
Mrs. Wander, wie Luca ums Leben gekommen ist, steht noch nicht in den Zeitungen.
18:13
Nein.
18:14
Vielleicht interessiert es Sie zu hören, was passiert ist. Mr. Onslow sagte, er habe Luca kurz vor Mitternacht beim Diebstahl von wertvollem Schmuck in seinem Haus überrascht.
18:23
Es gab ein... Inspektor, das kann ich einfach nicht glauben.
18:26
Was können Sie nicht glauben, Mrs. Wander? Dass Luca stehlen wollte?
18:31
Also, ich habe nur die besten Erfahrungen mit ihm gemacht. Er war ganz und gar ehrlich, und das ist die Wahrheit. Und er hat die Onslow's ja gekannt. Er hat ja bei ihnen gearbeitet. Ich meine, nach allem, was er mir erzählt hat... Ja? Also, Mrs. Onslow hätte ja ihm keinen Wunsch abgeschlagen.
18:51
Hat er das gesagt?
18:52
Auf das lief es hinaus.
18:55
Sie hat sich ja dauernd sozusagen um ihn bemüht. Deswegen ging Geoffrey auch schließlich.
19:00
Soll das heißen, dass er aus freien Stücken die Stelle verliebt?
19:03
Ach, das möchte ich nicht entscheiden. Aber na ja, Mr. Luca hat tatsächlich einmal so en passant erwähnt, Mr. Onslow habe Wind davon bekommen, dass seine Frau vernarrt gewesen sei in ihn und ihn daraufhin entlassen. An sich ja lächerlich, oder? Ich meine, sie ist ja Jahre älter als Geoffrey.
19:24
Außerdem hat er ja trotzdem auch nachher noch für Mr. Onslow gearbeitet.
19:27
Für Mr. Onslow gearbeitet?
19:30
Na ja, das ist vielleicht nicht das richtige Wort. Mr. Luca erwähnte nur einmal, er habe irgendwelche geschäftlichen Dinge mit Mr. Onslow besprochen. Kürzlich? Er hat es erwähnt, als er das letzte Mal bei mir war. Was das für Dinge waren, hat er natürlich nicht gesagt. Aber er hat zu mir gesagt, jetzt sei sein Bett gemacht. Ja, das hat er wörtlich gesagt. Er müsste nur noch Mr. Onslow soweit kriegen. Und er sagte, er habe heute von der Firma aus mit ihm telefoniert.
20:02
Ach, Frauen?
20:03
Na, die Menge. Ist Mr. Luca da? Kann ich bitte Mr. Luca sprechen? Bei manchen hörte man direkt das teure Parfum.
20:11
EverShades, ich verbinde. Ja, er muss schon was gehabt haben, der gute Jeff, das mal sicher.
20:18
Und um auf sein Gespräch zurückzukommen... Ja, das war am vergangenen Freitag.
20:22
Ich weiß es noch, weil Mr. Muller wie wild dahinterher ist, dass niemand auf Kosten der Firma Privatgespräche führt. Also der ist im Stand und wirft einen raus. Aber Jeff, der hatte kein Kleingeld für den Zahlapparat und ich konnte ihm auch nicht aushelfen. Also da habe ich ihn in Gottes Namen von hier aus verbunden. Kings fänden irgendwas.
20:40
Eine ganz einfache Nummer war es. Zweimal die zwei und zweimal noch was. Ach ja, vier.
20:48
Vier, vier. Bestimmt.
20:51
Kennen Sie die Nummer?
20:51
Ja. Ja, die kenne ich.
20:55
Ich weiß, dass ein Mann geantwortet hat, weil ich mich noch gewundert habe darüber. Ich hatte gedacht, es wird wieder eine seiner Verehrerinnen sein.
21:02
Haben Sie gehört, was gesprochen wurde?
21:05
Ziemlich wütend war der andere, sagte, wie Jeff dazu käme, ihn anzurufen. Und dann hat Jeff gesagt, er soll sich nicht aufregen, er rief er von der Öffentlichen aus an. Ich dachte, noch flunkert mal wieder ganz schön unser Jeff Luca. Und dann sagte der andere, weshalb war, gut, er würde ihn um halb elf im Peregrine Park treffen. Aber nicht, dass Sie denken, ich höre Gespräche mit Inspektor. Es war wirklich rein zufällig, dass es irgendwie durchkam zu mir.
21:36
Also das wäre das. Dann habe ich mich mit Iris Phelps unterhalten.
21:40
Dem Mädchen bei uns, Rose?
21:42
Ja, aber sie arbeitet nur von acht bis vier bei Ihnen. Und ausgerechnet donnerstags nur bis mittags.
21:49
Um eins, als sie wegging, war noch mit keinem Wort davon die Rede gewesen, dass Mrs. Onslow und Helga nach Manhattan fahren wollten. Hätte man derartiges normalerweise mit ihr besprochen? Sie behauptet ja, weil Mrs. Onslow Kofferpacken hasst. Das muss immer sie tun. Aber diesmal wurde auf ihre Hilfe verzichtet. Ja. Außerdem, was immer dran war, ist oder nicht, scheint man im Haus davon zu sprechen, dass Helga sich demnächst verlobt. Mit einem jungen Schweizer.
22:13
Bankies Sohn. Der alte Onslow sei schwer begeistert. Besagte Iris also behauptet auch, dass Helga von den Eltern wie ein kleines Kind behandelt wird. Sie wird im nächsten Monat 19, aber nicht für die Eltern. Die schenken ihr noch Puppen zum Geburtstag. Puppen? Ja, ihr ganzes Zimmer ist voll Puppen, sagt Iris jedenfalls.
22:35
Und war nun etwas zwischen Luca und Mrs. Onslow? Oder von mir aus auch Luca und Helga?
22:40
Ich lese Ihnen vor, was sie gesagt hat.
22:42
Luca hat Helga immer schön getan, hauptsächlich natürlich, wenn der Alte weg war. Aber du liebe Zeit, Luca hat jedem Rock schön getan. Mit anderen Worten, auch Mrs. Onslow. Auf die Frage hat sie geantwortet, gesehen habe ich nichts, außer dass er sie oft zum Einkaufen gefahren hat und sonst wohin.
22:59
Naja, vielleicht ist Iris nicht die beste Beobachterin. Blend hat sich mit einem früheren Mädchen der Onslow unterhalten. Wenn man dir glauben will, ging die Ehe vor fünf Jahren schon einmal fast in die Brüche, weil Janet Onslow hochgradig manns toll ist.
23:15
Wenn Helga nicht gewesen wäre, hätte Onslow sie aus dem Haus gejagt, behauptet die.
23:20
Vielleicht ist sie inzwischen in sich gegangen. Vielleicht. Iris behauptet, Onslow sei auffallend still gewesen in letzter Zeit. Irgendwie gedämpft. Und genau genommen Mrs. Onslow auch und ebenfalls die Tochter. Konnte sie sich einen Reim darauf machen? Nein. Gesagt hat sie nur, Mr. und Mrs. Onslow stehen sehr gut, aber ich habe trotzdem nie gewusst, wie sehr sie an ihm hängt, bis er neulich den Unfall hatte, als er einen Apfelbaum ausschnitt. Er fiel von der Leiter, nicht sehr hoch, aber trotzdem.
23:52
Sie war wie verrückt, brachte ihn sofort ins Krankenhaus, ließ ihn röntgen von Kopf bis Fuß. Und dann packte sie ihn ins Bett und ließ ihn nicht wieder aufstehen. Heran!
24:04
Hartmeister Fischer, Sir. Sehe ich. Sir, ich war in allen Geschäften, in denen Samplex verkauft wird. Und ich glaube, ich habe das Richtige gefunden. Geltens in Holly Gate liefern jedes Jahr zwei oder drei Paar an Mr. Onslow. Eine Art Dauerauftrag. Für Gartenarbeit offenbar. Aha. Ich habe die Größe gescheckt.
24:21
Von denen, die er geliefert bekommt, mit denen, die der Tote getragen hat. Es ist die gleiche.
24:29
Tja, mir scheint es ist in der Zeit, dass Sie uns einmal bei Mr. Luca zu Hause umsehen. Vielleicht ernten wir da noch was.
24:40
Das ist dein Zimmer, Sir. Ich habe alles gelassen, wie es war. Ich bring's nicht übers Herz.
24:45
Darf ich mich einmal kurz umsehen, Mrs. Luca? Auch in ein paar Schubladen und so?
24:50
Jederzeit, jederzeit. Der hatte nicht zu verbergen, mein Junge.
24:54
Vielen Dank.
24:57
Vier hab ich, vier Söhne. Aber er war der Beste. Immer hat er seiner Mar was gegeben, wenn er in Arbeit war. Hatte eine Schwäche für Mädchen. Na ja, was wollen Sie? Waffen sich ihm ja alle an den Hals, alle, nicht? Und ein Zef soll er geknackt haben. Der hätte sich ja lieber umbringen lassen. Er hat ihn kaltblütig erschossen, das sag ich. Und ich weiß noch warum. Eifersüchtig war er, diese alte Onzle. Und wie?
25:20
Aus welchem Grund?
25:21
Na, Mutter und Tochter im Haus, oder? Also?
25:24
Sie meinen, die haben ihn nicht in Ruhe gelassen?
25:26
Ich weiß nicht, er hat es mir nicht erzählt. Aber gesagt hat, der Onslow sei ein ganz misstrauischer. Und ich habe ihm gesagt, lass die Hände von Mrs. Onslow. Da kommt nichts Gutes bei raus, du wirst es erleben.
25:35
Mrs. Luca, dieser Schlüsselbund hier, kennen Sie den?
25:41
Und ob ich den kenne? Das sind seine Trophäen.
25:44
Trophäen?
25:45
Ja.
25:47
Was für andere, die auf die Jacht gehen, Geweihe sind. Und mein Jeff, wenn der einer den Hof machte, behielt er den Schlüssel, den sie ihm gegeben hatte.
25:55
Darf ich mir die Schlüssel ausleihen?
25:57
Leihen Sie sich aus, was Sie wollen. Wenn Sie nur den Mörder fangen, der meinem Jeff das angetan hat.
26:02
Und da ist noch etwas.
26:04
Was denn? Ein Brief?
26:08
Von einem Immobilienhändler. Tendian Partners, Trimmingham. Einzelheiten über ein Haus. Sehr geehrter Mr. Luca, unter Bezugnahme auf Ihren heutigen Anruf, erlauben wir uns Ihnen hiermit die Unterlagen betreffend Männerkraft, Ninians Hees, zu überreichen.
26:26
Ein sehr beachtliches Haus der Fotografie nach Preis 14.000 Guineas.
26:32
Arme Jeff, von sowas hat er immer geträumt.
26:38
Damals wollte er seine Mann auch mitnehmen. Das war, bevor er sich in den Kopf gesetzt hatte, zu heiraten.
26:44
Heiraten? Wen?
26:46
Irgendeine, die er sich eingebildet hat. Ich weiß nicht, wen.
26:50
Aber da war was im Gang, das bestimmt. Ich habe was am Wickelmamm, hat er erst neulich gesagt. Ein Geschäft, ein großes. Aber dann bimmeln die Hochzeitsglocken, wenn das durchgeht. Wart's ab.
27:01
So war er, mein Jeff. Immer Ideen im Kopf.
27:09
Herrgott, noch mal, Janet, kannst du nicht fünf Minuten ruhig sitzen bleiben?
27:13
Ach, dieses Haus, dieses Zimmer, ich kann das nicht mehr ertragen.
27:17
Mach doch nicht alles noch schwerer. Es reicht doch, weiß Gott schon.
27:20
Ich hasse das alles hier, ich hasse das.
27:22
Bitte werde jetzt nicht hysterisch. Ich habe dir gesagt, wir gehen weg, sobald die Geschichte erledigt ist.
27:27
Erledigt? Du bist anscheinend überzeugt, dass sie dich nicht ins Gefängnis stecken.
27:30
Sie stecken mich nicht ins Gefängnis.
27:32
Ich würde mal lieber nicht den Propheten spielen.
27:35
Hör zu. Noch immer sind die eigenen vier Wände bei uns tabu. Jeder von den Geschworenen hätte genau wie ich sich und seinen Besitz verteidigt. Janet, in einem Fall wie meinem wird formal ein Verfahren wegen Totschlags eingeleitet. Ob es dann de facto zur Verhandlung kommt, ist damit noch nicht gesagt. Aber wenn, dann garantiere ich dir, dass... Was ist denn das? Sag bitte nicht, du hörst schon wieder Geräusche.
27:55
Da ist jemand. An der Hintertür.
28:02
Hörst du? Ja.
28:02
Helga ist dein Bett? Ja.
28:04
Lorenz, das ist... Ich sehe nach.
28:08
Die Hintertür, das muss doch... Und wenn... Janet, Herrgott, noch mal, jetzt glaubst du auch noch an Gespenster, oder wie?
28:14
Ich komme mit.
28:15
Nein.
28:19
Dann nimm dich zusammen.
28:22
Sie? Ja, ich, Mr. Onslow. Was haben Sie hier zu schaffen, verdammt noch mal? Ich stelle Nachforschungen an über den Tod eines gewissen Jeffrey Charles Luca, Aber es ist nicht sehr gemütlich, sich an der Tür zu unterhalten, wenn ich das sagen darf. Danke.
28:42
Ja, rein bitte, wenn Sie uns Ihre Gegenwart schon nicht ersparen können. Mr.
28:46
Onsler, ich habe einige Fragen an Sie. Aber zunächst, würden Sie sich bitte einmal diesen Schlüsselbund ansehen?
28:57
Wieso?
28:58
Was? Ich habe ihn in einer Schublade in Lukas Zimmer gefunden. Und dieser Schlüssel hier dürfte Sie besonders interessieren. Warum? Warum?
29:09
Weil es der Schlüssel zu Ihrer Hintertür ist. Wie bitte? Sehen Sie, das dachte ich mir. Sie wussten gar nichts davon, oder? Aber es ist der Schlüssel zu Ihrer Hintertür, jawohl. Und er wirft natürlich eine Frage auf, nicht wahr? Warum soll Luca wie ein Dieb durchs Fenster in Ihr Haus eingestiegen sein, wenn er es so viel leichter hätte haben können?
29:32
Also vielleicht habe ich ein Brett vor dem Kopf, aber verstehen kann ich es wirklich nicht. Onslow wollte Luca töten.
29:40
Die Frage war nur, wie ließ es sich vermeiden, dass er sich dabei für den Rest des Lebens hinter Gitter brachte? Die Antwort war Notwehr. Er mußte eine Situation schaffen, in der er allem Anschein nach Luca in Selbstverteidigung erschoss. Dabei konnte er sich drei Umstände zunutze machen. Erstens, Luca hatte eine Vorstrafe im Register, und davon wußte Onslow, so sicher, wie ich hier sitze. Zweitens, er hatte das Instrument, die Waffe. Drittens, er konnte seinem Opfer ein Motiv für den Einbruch unterschieben.
30:10
Luca hat aber ihm gearbeitet und wusste, dass sie Schmuck im Haus befand. Es galt also nur noch etwas zu erfinden, was Luca zu einem sozusagen gewaltsamen Eintritt ins Haus veranlassen konnte. Sergeant, wie hätten Sie letzteres Problem gelöst?
30:24
Ich glaube, ich hätte ihm ein zweifelhaftes Geschäft vorgeschlagen. Jawohl, jawohl, sehr gut.
30:30
Brich in mein Haus ein, sagt Onslow, klaue den Schmuck.
30:34
Schaff ihn an einen sicheren Ort und wir machen halbe halbe mit der Versicherungssumme. Ich lasse das Fenster offen, lege dir die Gummihandschuhe hin, öffne den Safe und lasse dir ruhig Zeit. Ich liege im Bett und schlafe.
30:45
Nur, dass er Letzteres nicht tat, sondern den Kompagnon niederschoss.
30:49
Und damit war die Szene arrangiert für uns. Aber er hatte nicht einkalkuliert, dass seine bessere Hälfte Luca einen Schlüssel zur Hintertür zugesteckt hatte. Was die ganze schöne Konstruktion ruinierte, jawohl.
31:01
Und noch etwas wusste Onzer natürlich nicht, nämlich, dass Luca log, als er sagte, er riefe ihn von einer Zelle aus an und dass der Anruf mitgehört worden war. Ja.
31:12
Wie hat denn Onslow reagiert auf diese Punkte? Das beträgt Ihnen alles nicht. Er traut uns nicht zu, dass wir ihn fest nageln können. Ob er je gestehen wird? Ich weiß nicht, was er wird. Aber möglicherweise tut er noch etwas ganz anderes als... Ja, bitte.
31:30
Mrs. Onslow möchte Sie sprechen, Sir.
31:32
Ich lasse bitten, Fischer.
31:35
Inspektor Haskell ist mit meinem.
31:39
Guten Tag, Mrs. Onslow. Bitte nehmen Sie Platz.
31:41
Danke, Herr.
31:46
Ich bin zu Ihnen gekommen, um eine Aussage zu machen, Inspektor. Ich habe Jeffrey Luca erschossen.
31:56
Sie sind sich über die Bedeutung Ihrer Aussage im Klaren, Mrs. Onslow.
31:59
Ja?
32:00
Sie sind sich auch darüber klar, dass alles, was Sie hier sagen, vor Gericht gegen Sie vorgebracht werden kann.
32:05
Ja, ich bin mir darüber klar.
32:08
Sie schon.
32:09
Bereit, Sir?
32:12
Also, Mrs. Onslow...
32:14
Ja, ich... Ich bin am Donnerstagnachmittag nicht mit meiner Tochter nach Malhemden gefahren. Sie fuhr allein mit dem Zug. Ich habe das Haus erst gegen 23.30 Uhr verlassen, nach dem Ereignis. Sie müssen wissen, ich hatte mich verliebt in ihn, oder zumindest hatte ich mir das eingebildet. Und immer, wenn Lorenz, wenn mein Mann verreist war, kam Jeffrey zu mir.
32:44
Und dabei benutzt er den Schlüssel, den Sie ihm gegeben hatten?
32:47
Meistens, ja. Aber eines Abends kam mein Mann früher zurück, als erwartet. Er warf Jeffrey hinaus. Auch das hat für mich nichts geändert und ich war dumm. Ich schrieb Jeffrey drei Briefe. Er besuchte mich weiter, noch mehrere Male. Aber als er das letzte Mal kam, merkte ich, dass er genug hatte von mir. Ich sagte, er solle gehen.
33:13
Dann wollte er 1000 Pfund für meine drei Briefe. Er sagte, wenn ich nicht rausrückte damit, würde er sie allen zeigen. Helga, meinem Mann, allen.
33:24
Hatten Sie 1000 Pfund?
33:25
Nein, nein, nein, das war es ja. Mein Mann findet, dass seine Frau nur Taschengeld braucht. Ich habe es mit einer List versucht.
33:34
Aber wahrscheinlich habe ich es nicht sehr geschickt angestellt. Und Lorenz, mein Mann, tja, so leicht macht man ihm nichts vor, Inspektor.
33:44
Er hat also erraten, dass Sie erpresst wurden?
33:47
Ja. Und ich habe es schließlich auch zugegeben. Und Lorenz hat sich daraufhin mit Jeffrey getroffen und hat ihm gedroht, dass er die Polizei verständigt. Aber Jeffrey erklärte ungerührt, er werde kommen und sich das Geld holen.
34:00
Warum holen? Warum wollte er das Risiko eingehen?
34:03
Ja, das habe ich auch erst verstanden, als er da war. Lorenz hatte das Geld von der Bank abgehoben. Das können Sie überprüfen. Er ließ mich allein mit Jeffrey, aber er hörte hinter der Tür zu. Jeffrey nahm das Geld und gab mir zwei von den Briefen. Und dann sagte er, er hätte einen Anhänger von mir immer sehr bewundert, ein Stück mit Brillanten, das mir Lorenz zu einem Hochzeitstag geschenkt hatte.
34:29
Ja, und das war der Preis für den dritten Brief.
34:33
Weiter. Als das mein Mann hörte, kam er hereingestürzt. Er packte Jeffrey und schüttelte ihn, und Jeffrey seinerseits schlug ihm mit der Faust ins Gesicht. Mein Mann fiel zu Boden, und Jeffrey trat nach ihm. Ich wurde halb verrückt vor Angst. Ich dachte, Jeffrey bringt ihn um. Sein Gesicht war ganz weiß vor Wut, und dann... Ja, dann fiel mir die Pistole ein in der Schreibtischschublade.
35:03
Inspektor, ich wollte ihm nur drohen, aber sie ging los. Darf ich bitte ein Glas Wasser?
35:12
Fischer.
35:20
Ein, zwei Minuten lang war alles wie in einem Traum.
35:25
Ich hörte, dass Lorenz auf mich einsprach, aber seine Worte ergaben keinen Sinn. Bis ich schließlich begriff, dass er sich etwas ausgedacht hatte. Ich müsse weg, sofort nach Molhampton. Er wolle sagen, dass er Luca in Notwehr getötet habe. Ich war nicht einverstanden, ich wollte das nicht, aber am Ende gab ich nach.
35:45
Um wie viel Uhr kamen Sie in Molhampton an?
35:49
Ich weiß es nicht genau. Kurz vor zwei, glaube ich, Helga schlief.
35:54
Und die Briefe, um die es ging?
35:57
Ich habe sie hier.
36:00
Bitte, Mrs. Ernstler.
36:03
Danke.
36:08
Ich habe sie behalten für den Fall, dass... Für den Fall, dass wir hinter die schwachen Punkte in der Aussage ihres Mannes kommen würden und es vielleicht nicht mehr um Totschlag, sondern um Mord ginge?
36:19
Nein, nein, das natürlich nicht.
36:23
Mein Mann hätte Jeffrey ja gar nicht erschießen können. Haben Sie das noch nicht herausgefunden?
36:30
Nein, das habe ich nicht.
36:33
Oh, und ich dachte, nachdem ich hörte, dass Iris, unser Mädchen, Ihnen von seinem Sturz von der Leiter erzählt hatte, Sie hätten bestimmt schon das Krankenhaus angerufen.
36:42
Tja, da bin ich wohl noch langsamer, als Sie mir zutrauen, Mrs. Onslow. Was hätte ich denn vom Krankenhaus erfahren, wenn ich angerufen hätte?
36:52
Ja, dass er sich das Handgelenk verstaucht und eine Sehne gezerrt hat. Er kann heute noch nichts festhalten. Er könnte also gar nicht eine Pistole abgedrückt haben.
37:06
Na, Sergeant, was sagen Sie dazu?
37:09
Tja, Sir... Bemühen Sie sich nicht zu antworten. Ich sehe an Ihrem triumphierenden Ausdruck, dass Mrs. Onslow die Wahrheit gesagt hat. Ich fürchte ja, Sir. Also sitzen wir jetzt vor einem zweiten Fall vom Totschlag, und zwar einem Herzzerreißen.
37:24
Ja, mit allem Respekt, Sir. Ich habe immer gefunden, dass Ihre Theorie ein bisschen weit hergeholt war. Was Sie nicht sagen.
37:32
Aber jetzt sage ich Ihnen etwas, Sergeant Wiggins. Meine Theorie geht weiter. Und zwar bin ich der Meinung, dass Lawrence Onslow immer eine zweite Geschichte in petto hatte. Die zweite zur Reserve für den Fall, dass die erste nicht standhält.
37:46
Aber mal angenommen, Janet Onslow's Geschichte wäre wahr, und Onslow hätte also Version Nummer eins binnen null Komma nichts für uns aus dem Ärmel geschüttelt, dann muss man dem Herrn wirklich zugestehen, dass er verdammt clever ist, oder? Oh ja. Und doch war derselbe Mann bereit, ohne mit der Wimper zu zucken, tausend Pfund an einen Knaben auszuhändigen, dem die Hörner aufgesetzt hatte? Das passt nicht unbedingt zusammen.
38:11
Da er doch mit einem Bandapparat unterm Schreibtisch oder einem Polizisten im Lokus dieses Früchtchen stattdessen noch leicht für drei Jahre hätte ins Gefängnis bringen können. Ja, aber der Skandal. Was für ein Skandal? Als Zeuge für Gericht wären Mr. und Mrs. Onslow doch taktvoll, wie das Gesetz manchmal ist, als Mr. und Mrs. X angesprochen worden.
38:31
Naja, das stimmt.
38:37
Hallo. Am Apparat.
38:42
Ja, vielen Dank. Helga Onslow ist seit heute in der Klinik. Irgendwelche Nervengeschichten.
38:53
Fischer.
38:54
Machen Sie ausfindig, in welche Klinik heute Morgen Helga Onslow eingeliefert wurde und warum. Jawohl. Und kein vages Zeug über Nervenbitte, Fischer, sondern Tatsachen. Verstanden?
39:03
Ja, Sir.
39:05
Und wir zwei machen uns in der Zwischenzeit auf nach Malhemden, Sergeant. Hören uns einmal ein bisschen um in der Nachbarschaft der Onslow'schen Ferienresidenz.
39:17
Tja, das war zeitraubend. Die Dame ist kurzsichtig, schwerhörig und hochbetagt.
39:24
Ach, dieses Nest. Alle sind sie hier taub oder blind oder schlafen wie die Klötze.
39:28
Also meine Misspa Assens nicht. Die leidet an Schlaflosigkeit und ihr Haus liegt dem Onslogen gegenüber und sie hat sowieso nichts Besseres zu tun, als die ganze Zeit am Fenster zu sitzen. Ja, und? Ja, und so hat sie gegen halb acht Uhr abends an dem Tag, an dem Luca ums Leben kam, eine Gestalt im Wohnzimmer der Onslos gesehen. Ach. Ja, nur kann sie nicht sagen, wer es war.
39:49
Um zehn Uhr, als sie zu Bett ging, sah sie immer noch Licht im Haus gegenüber. Spät in der Nacht, sie meint, es sei so etwa gegen zwei Uhr gewesen, tanzte Scheinwerferlicht bei ihr durchs Zimmer und da es hier außerhalb der Saison wenig Verkehr gibt, vor allem um diese Zeit, ist sie ans Fenster gegangen und hat einen Wagen bei Onslos in die Einfahrt fahren sehen. Ja? Ja.
40:08
Aber jetzt kommt das Interessante. Zum Empfang erschien von den Wagenlichtern beleuchtet eine Dame mittleren Alters an der Tür. Eine Dame mittleren Alters? Also schwören möchte meine Miss Parsons nicht darauf, weil sie ihren Augen nicht mehr so ganz traut. Aber sie meint ja wohl, dass es eine Dame mittleren Alters war.
40:28
Tja, dann wählen wir uns jetzt einmal das Haus näher ein bisschen.
40:38
Ach, nicht als Asche hier. Verbranntes Papier, wie es aussieht.
40:44
Ich frage mich ja, warum die Onslow sich die Mühe gemacht haben, so viel Papier zu verbrannen.
40:49
Hier, hier ist ein Stückchen, das nicht ganz verbrannt ist. Das könnte eine Rechnung oder sowas gewesen sein. Ja, Vorsicht.
41:00
Das Puppenhaus.
41:02
Mehr ist vom Gedruck nicht übrig. Da steht noch was mit Stift. 27 Punkt.
41:10
Das Datum. Am 27. ist Luca ums Leben gekommen.
41:14
Das Puppen... Moment mal. Helga Onslow hat Puppen gesammelt. Los, Sergeant. Zum nächsten Telefon.
41:35
Da kommt der Sergeant zurück, Sir. Na, wer der verdammt zahlt.
41:39
Sie hatten Recht, Sir. Es gibt ein Geschäft hier, das sich das Puppenhaus nennt. Der High Street.
41:54
Beschlossen zum Teufel.
41:56
Es ist fast 8 Uhr, Sir. Kein Geschäft ist mehr offen um diese Zeit.
41:59
Ich habe gehofft, der Besitzer wohnt vielleicht im... Moment mal.
42:03
Haben Sie den Wagen gerade gesehen? Entschuldigung, aber hier gibt es etliche Wagen, Sir. Na, den, der dort gegenüber geparkt hat, den schwarzen Kombi, gerade weggefahren. Nein, den habe ich nicht gesehen. Der Fahrer, ich... Ich kann es nicht beschwören, aber... Na los!
42:28
Schneller, schneller. Ich kann nicht schneller, Sir, sonst gibt's Scham. Also mit Verlaub, Sir, ich weiß gar nicht, warum. Wissen Sie mal wieder nicht.
42:34
Dann sage ich's Ihnen. Ich bin davon überzeugt, dass eine in den Fall verwickelte Partei weiß, dass wir zu dem Laden fahren. Und warum wir hinfahren. Und wenn das stimmt, dann ist Mrs. Ledbrook die Besitzerin in Lebensgefahr.
42:46
Wo ist nur dieses Peipersend? Nächste Kreuzung rechts. Hier, hier muss es kommen. Church Cottage, ja, das müsste es... Vorsicht. Verdammt nochmal, was... Verflucht.
42:58
Was stehen die denn da mitten auf der Straße?
43:00
Sieht nach einem Unfall aus. Da liegt eine Frau. Also, wir haben es nicht geschafft.
43:15
Ziemliche Zumutung. Sie hätten sich nicht eine andere Zeit aussuchen können, Inspektor?
43:22
Sie haben sich einen stillen Abend zu Hause gemacht, Mr. Onslow.
43:26
Ich habe gelesen und Musik gehört, wenn Sie es genau wissen wollen. Meine Frau schläft bereits.
43:31
Aber Sie kann sicherlich bezeugen, dass Sie das Haus den Abend über nicht verlassen haben. Selbstverständlich. Dann können Sie natürlich auch nicht wissen, dass eine gewisse Mary Ledbrook vor vier Stunden in Malhampton angefahren und schwer verletzt wurde. Mrs. Ledbrook? Die Dame, der das Puppenhaus gehört? Jawohl, Sir. Ach, tut mir leid. Meine Frau und ich kannten Sie. Richtig. Herr Mrs. Onslow war ja erst kürzlich noch bei ihr im Laden, am Tag, an dem Luca umkam. Wie? Nein, das ist ein Irrtum.
44:02
An dem Tag war meine Frau hier. Bedauere, Sir. Die Nichte von Mrs. Leitbrook hat uns das Geschäftsbuch zu treuen Händen überlassen.
44:10
Hier, bitte...
44:12
27. Oktober.
44:14
Was ist denn das schon wieder für ein Unsinn? Die große Tiroler Puppe an Mrs. Onslow. Ich kann mir denken, was passiert ist.
44:23
Mrs. Ledbrook hat Helga mit Janet verwechselt. Das glaube ich nicht. Aber darauf kommen wir noch zurück.
44:29
Mrs. Ledbrook jedenfalls war der einzige Mensch, der das Geständnis Ihrer Frau erschüttern konnte. Wie Sie sehr wohl wussten, Mr. Onslow. Und deswegen haben Sie mir heute Abend, nachdem Sie irgendwie herausgebracht hatten, dass ich nach Malhamton gefahren war, in einem schwarzen Wagen nachspioniert. Ich habe Ihnen doch schon gesagt, dass ich... Nein, nein, Sie wussten ohne Zweifel, dass Mrs. Ledbrook die Gewohnheit hatte, jeden Abend um Viertel nach acht von Ihrer Wohnung aus zum Briefkasten zu gehen. Sollen das Beschuldigungen sein, Inspektor? Das sind Beschuldigungen.
44:58
Ich habe den Verdacht, dass der schwarze Wagen gemietet war. Darüber wird im Augenblick jeder einzelne Wagenverleihfirma in der Gegend befragt. Den Punkt können wir also zurückstellen, bis wir mehr wissen. Ja. Wo war Ihre Tochter in der Nacht, in der Luca ums Leben kam? Wenn Sie noch lange so weitermachen, wird mir übel. Sie war hier, hier im Haus, weil sie Luca traf, wie so oft, während Sie und Ihre Frau außer Haus waren. Sie wussten, dass Ihre Tochter ein Verhältnis hatte mit Luca. Deswegen haben Sie ihn hinausgeworfen.
45:28
Aber das hat die unerwünschte Verbindung nicht beendet. Helga war Luca verfallen und ließ ihn immer wieder kommen, bei jeder Gelegenheit. Seiner bestimmten Zeit hatten sie Angst, dass sie mit ihm durchgeht, aber das war noch, ehe sie seine eigentliche Absicht kannten. Wie super gescheit, Herr Superinspektor. Luca nämlich stand der Sinn nicht nach einer von den väterlichen Geldquellen abgeschnittenen Braut. Was er wollte, war ein Leben im großen Stil, mit Haus und allem drum und dran, als akzeptierter Schwiegersohn. Und das hat er Ihnen bei dem Treffen im Peregrine Park verpasst.
46:00
Also schön, Herr Inspektor. Nehmen wir an, Sie hätten recht. Nehmen wir an, Sie hatte ein Verhältnis mit ihm. Glauben Sie ihm ernst, dass selbst ein so dummer Lümmel wie Luca je erwartet hätte, ich würde meine Tochter an ihn verkaufen? Nur damit er nichts über ihre Liebschaft mit ihm ausposaunt?
46:16
Nein, Mr. Onslow. Luca hatte einen besseren Trumpf in der Hand.
46:21
Helga erwartete ein Kind von ihm.
46:23
Wie haben Sie das herausgefunden?
46:27
Sie liegt zu dieser Stunde in einer, wie soll ich sagen, Privatissimum-Klinik, nicht wahr, um Ihrer Schwangerschaft ein Ende zu machen.
46:36
Darf ich also zu der Nacht vom 27. zurückkehren? Sie hatten ihrer Tochter gesagt, sie und ihre Frau kämen nicht vor Mitternacht wieder, ihr also das Stichwort für ein Rendezvous mit Luca gegeben. Sie kamen jedoch schon kurz nach elf nach Haus und fanden die beiden, wie erwartet, zusammen. Das war ihre Chance, Helga vorzuführen. Was für ein Mensch das war, in den sie sich verliebt hatte. Sie wussten, dass Luca zu Jetson neigte, also provozierten sie ihn, wie, das weiß ich nicht, aber... Es kann nicht schwierig gewesen sein. Er schlug sie. Sie erlauben, dass ich mir einen Cognac hole.
47:07
Ich vermute, dass Helga ihnen zu Hilfe kommen wollte, dass von ihrer Hand der Kratzer in Lukas Gesicht stammt. Und als das nichts half, erinnerte sie sich vermutlich an den Revolver.
47:18
Und erschoss ihn.
47:19
Nein, das habe ich nicht gesagt, Sir. Ich warte darauf, dass Sie es sagen. Oder Ihre Tochter selbst. Ich meine, wäre es nicht besser, Helga würde wegen Totschlags angeklagt, statt Sie wegen Mordes? Aber ich fürchte, Sie würden sich bis zum Letzten dagegen wehren, dass Ihre Tochter in ein Gerichtsverfahren verwickelt wird. Lieber lassen Sie sich lebenslänglich hinter Gittern sperren. Ja.
47:44
Ja.
47:47
Aber wie auch immer, Ihre Tochter hat Luca gar nicht erschossen. Sie waren es. Denn Luca hatte gedroht, in alle Welt auszuposaunen, welch interessanter Vaterschaft er entgegensah. Was ihre noch nicht aufgegebenen Hoffnungen auf eine passende Ehe für Helga natürlich zunichte gemacht hätte. Nein, sie hatten den Mord geplant und jedes Detail genau durchdacht. Die unverschlossene Schublade, die entsicherte Pistole, das geöffnete Fenster. Und die Tat gelang ihnen so überzeugend, dass sogar Helga glaubte, sie hätten den Notweg gehandelt.
48:18
Als wäre sie nicht so brav ihrer Mutter nach Malhemden nachgefahren.
48:22
Ich bin schon sehr klug, wie? Aber Sie haben trotzdem etwas vergessen. Meine verletzte rechte Hand.
48:31
Wissen Sie, Mr. Onslow, ich bin etwas langsam. Es dauert immer seine Zeit, bis ich alles richtig in den Griff bekomme. Zum Beispiel...
48:41
Hier, diese Golfschläge, die wehren nichts für mich. Weil ich nämlich Rechtshänder bin.
48:51
Es muss schon große Vorteile haben, beidhändig zu sein. Oh, machen Sie sich nicht die Mühe, es abzustreiten. Ich habe mich im Parmesan-Golfclub erkundigt und im Schützenclub auch. Ich habe Sie unterschätzt, Inspektor. Naja. Der kleine Fehler war nur, die Golfschläger hier herumliegen zu lassen. Kleine Fehler machen oft großen Ärger.
49:11
Danke für die Aufklärung. Aber sie kommt etwas spät.
49:15
Das fürchte ich auch.
49:18
Zu spät.
49:28
Tod in der Schublade. Kriminalhörspiel von Kenneth Byrd. Es sprachen Helga Engel, Silvia Heid, Andrea Gabriel, Käthe Jenicke, Peter Fitz, Heinz Stöber, Hans Timmerding und Günther Ungeheuer. Ton Erich Wehmheuer, Regie Volker Kühn.
50:06
Und erstmals lief dieser Radiokrimi am 12. Juni 1971 im Hessischen Rundfunk.
50:18
Und wir lauschen noch einmal zurück in unser Tod in der Schublade-Hörspiel.
50:22
Warum bewahren Sie in dieser Schublade eine Waffe auf, Mr. Onslow?
50:25
Das ist noch einmal Inspektor Haskell.
50:28
Würden Sie sich bitte einmal diesen Schlüsselbund ansehen? Ich habe ihn in einer Schublade in Lukas Zimmer gefunden. Und den sprach Günther Ungeheuer. Und er wirft natürlich eine Frage auf, nicht wahr? Warum soll Luca wie ein Dieb durchs Fenster in ihr Haus eingestiegen sein, wenn er es so viel leichter hätte haben können?
50:47
Dieser Günther Ungeheuer war einer der meistbeschäftigten Fernsehkrimischauspieler der 60er Jahre und noch lange danach. Als Ermittler war er selten zu sehen. Er war häufig der Hauptverdächtige. Sein elegantes, äußeres und eine leicht arrogant wirkende Stimme machten ihn zu einer undurchsichtigen Figur. Ich war unschuldig. Nicht immer war er unschuldig und das war bei der Menge der Günther Ungeheuer Krimis auch gar nicht möglich. Er spielte in Kinofilmen wie Polizeirevier Davidswache, Diamantenbillard, in Fernsehkrimireihen wie Vier Schlüssel, ein Mann namens Harry Brand, dem Täter auf der Spur im Kriminalmuseum und natürlich in...
51:31
Genau, im Kommissar, einer der bekanntesten alten Fernsehkrimiserien des ZDF. Sie wissen, dass ich die ganz besonders ins Herz geschlossen habe. Knapp 100 Folgen gab es. Günter Ungeheuer durfte mehrfach mitspielen, immer als wer anders, aber immer schwer verdächtig. Er schaffte drei Folgen, die erste gleich im Startjahr der Serie 1969.
51:49
Darf ich fragen, was ich hier soll? Ich weiß wirklich nicht, worum es geht. Hat man Ihnen das nicht gesagt?
51:55
Das ist Erik Ode als der Kommissar. Günter Ungeheuer spielt hier einen Herrn Proschitz von Beruf charmanter Kotzbrocken- und Drogenhändler.
52:03
Sie haben Gerda Stein mit Rauschgift bekannt gemacht. Was habe ich gemacht? Ja, Sie haben sich in einen Kreis von Leuten mitgenommen, dem das Rauchen und Injizieren von Narkotika eine Art Gesellschaftsspiel ist. Wie, wie, wie, wie ich? Ja, das müssen Sie erst mal beweisen.
52:16
Ein Mädchen meldet sich nicht mehr. So hieß diese Folge Nummer 5. Der Kommissar stellt diesmal eine Falle, indem er zunächst einen Unschuldigen als Täter festsetzt, zum Schein, damit die anderen Verdächtigen der Woche sich sicher fühlen.
52:29
Tja, aber was wollen Sie denn noch? Den Mörder. Und zwar den wirklichen Mörder von Gerda Stein.
52:36
Und schon wird's eng für den von Günther Ungeheuer gespielten Fiesling. Doch der nächste Einsatz war nicht weit. Im Tatort, in Sonderdezernat K1 und natürlich in Der Alte und Derrick trat er schon bald wieder auf. Und Ungeheuer war auch in prominenten Hörspielkrimis dabei.
52:52
Mr. Clayton, ich bin Paul Temple. Guten Tag, Mr. Temple. Das ist meine Frau.
52:59
Freut mich, Mrs. Temple. 1966 ist er Gast in der langlebigen Paul-Tempel-Radioserie aus dem Westdeutschen Rundfunk.
53:05
Ich bitte vielmals um Entschuldigung, dass ich Ihnen so einfach ins Haus falle, Mr. Temple, aber ich muss Sie dringend sprechen. Ich bin eigentlich nur zu diesem Zweck aus Genf gekommen.
53:12
Nur um meinen Mann zu sprechen.
53:13
Ganz recht, Mrs. Temple. Paul Temple und der Fall Genf war ein Krimi-Puzzle in sechs Folgen von Francis Durbridge. Und Durbridge-Radioserien waren Publikumserfolge. Sie erinnern sich bestimmt an den Fall Jonathan aus unserer laufenden Staffel. Diese Geschichte hier rankte sich um eine Kopfbedeckung.
53:30
Haben Sie eine Ahnung, was das alles soll mit dem Zettel in dem Hut? Ja, ich glaube, ich weiß es, Mr. Clayton.
53:35
Ein Hut ist der Aufhänger für diesen späten WDR-Durbridge-Radio-Mehrteiler.
53:40
Günther Ungeheuer spielte ein paar Jahre später mal keinen üblichen Krimi-Verdächtigen, sondern einen schon bekannten Radioermittler. Gestatten, mein Name ist Cox. Genauso hieß diese Radioserie. Gestatten, mein Name ist Cox. Mehrere Fälle gab es. Das deutsche Autorenpaar Rolf und Alexandra Becker hatte Hörspieldetektiv Paul Cox erfunden. Bitte ist Detektivinspektor Carter in seinem Büro. Sagen Sie ihm, Paul Cox möchte ihn sprechen. Es sei dringend. Diese Staffel hier ist aus dem Bayerischen Rundfunk von 1969.
54:09
Ja, ist gut, ich warte. Bis gleich. Günter Ungeheuer spielte diesen lässigen Ermittler perfekt. Halb Playboy, halb Vaterfigur. Dieses Abenteuer hieß heißen Dank fürs kalte Buffet. Und Cox bester Freund Richardson, den spielte kein geringerer als Peter Passetti.
54:25
Hallo Richardson. Gut, dass Sie gekommen sind.
54:28
Ihr Anruf war ja auch sehr dringend, mein Lieber. Also eilte ich stehenden Fußes. Was ist los?
54:33
Weiß noch nicht. Wahrscheinlich der Teufel. Ich habe vorsichtshalber auch Inspektor Carter angerufen.
54:37
Oh, lieben Sie ihn plötzlich?
54:39
Ganz und gar nicht. Aber ich dachte mir, besser ich rufe ihn, als dass er im Laufe irgendwelcher Ermittlungen auf meinen wohlvertrauten Namen stößt. Warum sollte er? Mit unbekannten Toten, deren Abschiedsbrief man in der Tasche hat, ist nicht sehr zu Spaß. Was?
54:51
Was? Günter Ungeheuer und Peter Passetti 1969. Gestatten, mein Name ist Cox war eine super Radioserie. Mehrere Fälle gab es seit 1952 in mehreren Teilen auf mehreren Sendern. Doch Günter Ungeheuer war nur einmal die Titelfigur.
55:06
Sergeant, Sir, wie ist Luca ins Haus gekommen? Das Garderobenfenster steht offen und draußen im Blumenbeet vor dem Fenster haben wir Abdrücke von Schuhspitzen gefunden.
55:17
Zurück zu Tod in der Schublade. Das ist noch einmal der Inspektor und sein Sergeant Wiggins.
55:23
Mein Fehler, Sir. Ich hätte ihn instruieren sollen, aber ich habe nicht gedacht, dass es von Wichtigkeit ist.
55:28
Ich meine, wie es aussieht, ist Luca schließlich bei einem Einbruch erschossen worden.
55:32
Sergeant, unser Job ist es nicht zu beweisen, das, sondern herauszufinden, ob Onslow die Wahrheit spricht.
55:37
Und diesen Sergeant spielte Peter Fitz. Also vielleicht habe ich ein Brett vor dem Kopf, aber verstehen kann ich es wirklich nicht.
55:45
Peter Fitz wäre in diesen Tagen 95 Jahre alt geworden. Er kam vom Theater, Ende der 50er in Hamburg ausgebildet, dann war er am Schauspiel Frankfurt.
55:54
Entschuldigung, wie kommen Sie denn hier rein? Bitte um Entschuldigung, Sir, aber die Tür draußen stand offen.
55:59
Und daher ist es kein Wunder, dass Peter Fitz in Kriminalhörspielen des hessischen Rundfunks der frühen 60er-Jahre dabei ist.
56:06
Ich komme von der chemischen Reinigung Gletscherweiß. In Minirollen. Ich bring doch bloß den Anzug.
56:11
Was für ein Anzug?
56:12
Den mir Ihre Haushälterin mitgegeben hat, Sir.
56:15
Wir liefern immer um diese Zeit. Ja, und das war schon der ganze Auftritt. Fitz hier noch unter Ferner liefen.
56:21
In den weiteren Rollen Hans Otto Hilke, Erwin Scherschel, Ernst Altmann und Peter Fitz.
56:27
So erging es vielen Schauspielern zu Beginn ihrer Karriere. Angestellt am Stadttheater, daher immer verfügbar für Hörspielaufnahmen beim Landessender um die Ecke. Vor 65 Jahren spielte Peter Fitz im Hörspiel Rollen wie Geselle und im Film wie Zweiter Holzfäller. Denn er spielte im Grunde immer Theater. An der Berliner Schaubühne am Hallischen Ufer, an der Freien Volksbühne Berlin als Mephisto neben Bernhard Minetti als Faust. Er war im Laufe seiner Karriere an allen großen Häusern. Am Wiener Burgtheater, den Münchner Kammerspielen, dem Berliner Schillertheater und bei den Salzburger Festspielen.
57:00
Seine Film- und Fernsehkarriere startete später. In Louis Malts Filmklassiker Auf Wiedersehen, Kinder von 1987 war er dabei, aber auch in aufwendigen Fernsehserien, die sich mit dem Nationalsozialismus beschäftigten, die Geschwister Oppermann, die Bertinis und die Wannsee-Konferenz.
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Du siehst mich an, als wäre das alles meine Schuld, Herrgott, nochmal. Ich war zwölf und habe da gesessen und ein Buch gelesen, als es passierte. Es ist ein dummer Zufall, dass es vor eurem Haus passiert ist.
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Das ist Peter Fitz wieder im Hörspiel 1988. Er spielt einen Mann, der ein traumatisches Erlebnis loswerden will.
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Du hast über nichts anderes als über diese Dinge nachgedacht und tust es immer noch. Aber wir...
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Wir saßen zu Hause am Tisch und spielten und hörten plötzlich die Schüsse. Auch dann hätte ich sofort daran gedacht.
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Peter Fitz in einem Drama um Schuld und Vergessen zusammen mit Friedrich W. Bauschulte. Und du hast nie versucht, das rauszubekommen?
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Ich sagte doch, ich habe kein Bedürfnis, das alles wieder hervorzukramen. Es ist geschehen, es war Krieg. Alles Geschichte, antike Geschichte. Und wie oft ist seitdem nicht dasselbe passiert?
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Da ist noch etwas passiert.
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In diesem Hörspiel Das Attentat kommt Peter Fitts Figur im Laufe einer fast lebenslangen Spurensuche einem Familiengeheimnis auf die Spur. Es waren Rollen wie diese, die man im Hörspiel von ihm oft erwarten konnte, aber auch leichtere Kost.
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Wenn ich mit jemandem eine Wohnung teile, dann lieber mit einem fleißigen und ruhigen Mann. Vorsicht.
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Vorsicht, Sie kennen Sherlock Holmes noch nicht.
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Das hier ist Peter Fitts langlebigste Radiorolle. Wieso? Was spreche denn gegen ihn? Als Dr. Watson, den Begleiter von Sherlock Holmes.
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Was für ein unsägliches Geschwätz. Worum geht es? Dieser Artikel hier, den Sie angekreuzt haben, das ist doch alles undurchführbar. Dieses Deduzieren. Der Verfasser ist zweifellos ein weltfremder Stubenhocker. Ich möchte ihn mal sehen, wie er in der Untergrundbahn eingezwängt ist und die Berufe aller Mitreisenden errät. Ich wette 1000 zu 1, dass er es nicht schafft. Sie würden ihr Geld verlieren, mein Lieber.
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Den Artikel, den habe ich geschrieben. Sie? Das ist die vielleicht schönste, zumindest originalgetreueste Radioreihe nach den Geschichten des Arthur Conan Doyle mit Peter Fitz als Watson und Walter Renneisen als Sherlock Holmes.
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Was ist es denn heute, Holmes? Morphium oder Kokain? Kokain. Die Wirkung auf den Körper. Holmes, warum in aller Welt riskieren Sie um einer nichtigen, vergänglichen Lust willen die großen Fähigkeiten, die Ihnen verliehen worden sind?
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Eine Studie in Scharlach-Roth, Das Zeichen der Vier, Das Rätsel von Boscombe Valley, diese und viele weitere Hörspielfassungen der Sherlock-Holmes-Vorlagen wurden ab 1987 im damaligen Südwestfunk produziert. Vorher und nachher wurden andernorts manche dieser Fälle zu Schmunzelkrimis gemacht und speziell die Rolle des Watson zur unwissenden Spaßfigur umgedeutet, aber Peter Fitz spielte seinen Watson geradlinig.
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Holmes lag auf den Knien und musterte sehr aufmerksam die Knoten an der roten Schnur, mit der die Lady gefesselt gewesen war. Dann betrachtete er eindringlich das ausgefranste Ende der Schnur, die Stelle, wo sie gerissen war, als der Einbrecher an ihr zerrte.
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Peter Fitz alterte mit dieser Funkrolle. Noch 2004 kamen acht letzte Holmes-Hörspiele raus, wieder mit ihm und Walter Renneisen.
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Watson, erinnern Sie sich? Wir haben Spuren von Kühen gesehen. Ja, mehrmals. Wo?
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Nun, überall im Morast und dann wieder auf dem Pfad und dann nahe der Stelle, wo der arme Heidegger den Tod fand. Genau. Nun, Watson, wie viele Kühe haben Sie im Moor gesehen?
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Ich erinnere mich nicht, überhaupt Kühe gesehen zu haben.
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Seltsam, Watson, dass wir auf unserem Weg immerzu Spuren von Kühen gesehen haben, aber keine einzige Kuh. Ja, das ist seltsam. Jetzt strengen Sie sich mal an, Watson.
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Erinnern Sie sich, dass die Spuren sehr unterschiedlich aussahen? Können Sie sich daran erinnern? Das kann ich nicht. Wie blind ich war, daraus nicht meine Schlüsse zu ziehen. Und welchen Schluss ziehen Sie daraus? Dass es eine bemerkenswerte Kuh sein muss, die Schritt geht, trabt und galoppiert. Bei Gott.
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Ja, hier kamen Holmes und Watson einem Trick mit Hufeisen auf die Spur. Mit so viel Erhabenheit spielt man eine unterstützende Rolle. Peter Fitz. Ende der 2000er Jahre kehrte er wieder zum hessischen Rundfunk zurück. Als Ermittler in den frühen Radiotatortfolgen aus Frankfurt. Es wurde seine letzte Hörspielrolle. Peter Fitz starb 2013.
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Meine Damen und Herren, versäumen Sie nicht, das nächste Mal wieder Ihr Radio anzustellen.
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Und zum Schluss habe ich mal wieder die kleine Signature-Melodie des HR für Sie. Sie erklang immer dann, wenn Onkel Otto zu sehen war, im Werbefernsehen.
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Musik
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Ja, natürlich kennen Sie Onkel Otto. Das ist der lustige Fernsehhund. Ja, das ist ein Wortspiel. Das Zeichentrick-Maskottchen des HR mit dem Schnauzbart und der Antenne auf dem Kopf. Den gibt es immer noch. Ja, noch schönere Musik jetzt.
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Das war kein Mucks, der Krimi-Podcast mit Hörspiel-Raritäten aus alter Zeit. Immer donnerstags gibt es neue Folgen in ARD-Sounds und überall sonst.
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Das wär's für heute.
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Ein sehr spannendes neues Hörspiel aus dem HR steht übrigens im Podcast Knallhart. Es heißt Der Beifahrer nach dem Roman von Pascal Garnier. Und Sie hören Lou Strenger, Patrick Güldenberg, Bodo Primus und viele andere. Der Beifahrer. Klare Empfehlung.
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Meine Damen und Herren, darf ich Sie dann einladen zum Hörspiel heute in einer Woche und Ihnen gleichzeitig danken für Ihre Teilnahme am heutigen Tage.
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Mein Name ist Bastian Pastewka. Danke fürs Zuhören. Tschüss.